Liebe statt Hass
Papst Franziskus: Ein Mafioso ist kein Christ

Der Pontifex war zu Besuch in Sizilien, um der Ermordung eines Anti-Mafia-Priesters vor 25 Jahren zu gedenken. Dabei fand er klare Worte.

Sonntag, 16.09.2018, 12:28 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 12:25 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 12:28 Uhr
Papst Franziskus gedenkt Don Pino Puglisi, der sich für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und Korruption eingesetzt hatte, bevor er ermordet wurde.
Papst Franziskus gedenkt Don Pino Puglisi, der sich für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und Korruption eingesetzt hatte, bevor er ermordet wurde. Foto: Andrew Medichini

Palermo (dpa) - Der Mafia angehören und gläubig sein? Aus Sicht von Papst Franziskus ist das unmöglich. «Man kann nicht an Gott glauben und der Mafia angehören», sagte das katholische Kirchenoberhaupt bei einem Besuch am Samstag im sizilianischen Palermo laut Vatikan vor mehr als 100,000 Menschen.

«Wer zur Mafia gehört, lebt nicht als Christ, weil er mit seinem Leben den Namen der Liebe Gottes lästert.» Im Leben müsse es um Liebe statt um Hass gehen und um Vergebung statt um Rache.

Anlass des Besuchs des Papstes war die Ermordung eines Anti-Mafia-Priesters vor 25 Jahren. Don Pino Puglisi hatte sich für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität und Korruption eingesetzt, vor allem wollte er Jugendliche von der Mafia fernhalten. Er gilt als erster Märtyrer gegen die Mafia der katholischen Kirche und wurde vor wenigen Jahren selig gesprochen. Auf Sizilien ist die Mafia-Organisation Cosa Nostra beheimatet.

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