„Max Raabe & Palastorchester“ in der Halle Münsterland gefeiert
„O Tannenbaum“ als feuriger Paso Doble

Münster -

Max Raabe und das Palastorchester sind seit über 20 Jahren gern gesehene Gäste in Münster. Diesmal brachten sie neue Lieder mit, stimmten aber auch „grüne Lieder“ an. Über den Kaktus und den „Tannenbaum“. Ein in jeder Hinsicht stimmungsvoller Abend

Montag, 10.12.2018, 15:04 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 16:55 Uhr
„Der perfekte Moment ... wird heut’ verpennt“, so heißen ein neues Lied und das neue Programm von Max Raabe und dem Palastorchester. Doch das Publikum erlebte in Münster mit den Gästen aus Berlin – ganz im Gegenteil – viele perfekte Momente.
„Der perfekte Moment ... wird heut’ verpennt“, so heißen ein neues Lied und das neue Programm von Max Raabe und dem Palastorchester. Doch das Publikum erlebte in Münster mit den Gästen aus Berlin – ganz im Gegenteil – viele perfekte Momente. Foto: Jürgen Christ

Zweimal wurde die Bühne beim Gastspiel des Palastorchesters mit seinem aus Lünen stammenden Sänger Max Raabe giftgrün illuminiert. Und zwar im zweiten Teil des von 1700 Gästen in der Halle Münsterland stürmisch gefeierten Sonntagabends, bei dem „Mein kleiner grüner Kaktus“ natürlich nicht fehlen durfte. Die kluge Lichtregie unterlegte sodann auch die (vor-)weihnachtlich staunende Ode an den „Tannenbaum“, der ja bekanntlich nicht nur zur Sommerzeit grünt, mit der entsprechenden Lichtfarbe. Max Raabe, der am 12. Dezember 56 Jahre alt wird, und das wieder einmal vortrefflich spielende Palastorchester präsentierten das in dieser textlichen Form im 19. Jahrhundert entstandene Volkslied als feurigen „ Paso Doble “. Das hatte was.

Max Raabe & Palastorchester in Münster

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  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

    Foto: Jürgen Christ
  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

     

    Foto: Jürgen Christ
  • Foto: Jürgen Christ
  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

     

    Foto: Jürgen Christ
  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

     

    Foto: Jürgen Christ
  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

     

    Foto: Jürgen Christ
  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

     

    Foto: Jürgen Christ
  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

     

    Foto: Jürgen Christ
  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

     

    Foto: Jürgen Christ
  • Max Raabe und das Palastorchester präsentierten in der Halle Münsterland vor 1700 Gästen ihr neues Tournee-Programm „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“.

     

    Foto: Jürgen Christ

Ansonsten verbreitete dieser zweite Adventssonntagabend mit den Gästen aus Berlin eher den Grundton der Gelassenheit, des Friedens und des – wie die jüngere Generation sagen würde – „Chillens“. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass Raabe und sein Orchester mittlerweile über 30 Jahre zusammen musizieren und die Perfektion im Spiel und die gewollt blasierte Zwischenmoderation schon ein Teil liebevoller Routine geworden sind. Nein: Raabe und seine Texter, Komponisten und Arrangeure haben schon 2017 etliche Lieder gemeinsam geschrieben, die vom Glück und einer gelösten Stimmung berichten. So liefert der im üblichen Raabe-Sound klingende Titel „Guten Tag, liebes Glück“ den perfekten Opener des Abends, der mit dem Titel „Der perfekte Moment ... wird heut verpennt“ eine ideale Fortsetzung erfuhr; denn da besingt Raabe das süße Nichtstun und die Zufriedenheit eines Menschen, der einfach so in den Tag hin­eindöst.

Dass der ebenfalls neue Titel „Fahrrad fahr’n“ und das nostalgische „Singing in the Rain“, bei dem man unweigerlich an Gene Kelly denkt, prima zu Münster passen, versteht sich von selbst. Die Mischung der neuen mit den bewährten Titeln aus der guten alten Tingeltangel-Zeit der Weimarer Republik gelingt, die Musikerschar zeigt sich flexibel und multiinstrumental gewieft wie eh und je. „Dort tanz Lulu“ wird besonders stimmungsvoll mit Glockengebimmel beendet, und am Ende des Konzerts singen die Palast-Musikanten den spanischen Titel „Donna Maria“ wie ein sehnsüchtiges Abendlied zu Klängen der Gitarre.

Schön war’s wieder. Wenn Max Raabe seinen übergangslos von der Brust- zur Kopfstimme wechselnden Bariton weiterhin so pfleglich behandelt, darf sich das Münsterland noch auf viele weitere Abende mit ihm und dem Palastorchester freuen.

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