Konzertpublikum in Münster startet spanisch ins neue Jahr
Knaller, Kapriolen und Kastagnetten

Münster -

Das Neujahrskonzert 2019 des Sinfonieorchesters sowie der Götz-Alsmann-Band, das unter dem Länderschwerpunkt „Spanien“ stand, ging mithin als eines der knalligsten und energiegeladensten Ausgaben in die Geschichte der traditionsreichen Jahreswechsel im Theater Münster ein.

Mittwoch, 02.01.2019, 16:20 Uhr aktualisiert: 02.01.2019, 16:46 Uhr
In feurigen Rot-Tönen setzten die Musikerinnen des Sinfonieorchesters Münster den passenden optischen Akzent im Neujahrskonzert. Götz Alsmann war der Star des Abends.
In feurigen Rot-Tönen setzten die Musikerinnen des Sinfonieorchesters Münster den passenden optischen Akzent im Neujahrskonzert. Götz Alsmann war der Star des Abends. Foto: Gunnar A. Pier

Als das Sinfonieorchester zum Abschluss des Neujahrskonzerts im Großen Haus mit dem Finalsatz „Malambo“ aus der Estancia-Suite des Argentiniers Alberto Ginastera (1916-1983) durch argentinische Folklore fegte, gab es im Publikum kein Halten mehr. Mit stehenden Ovationen feierten die Musikfreunde aus Münster und dem Münsterland das Orchester unter Generalmusikdirektor Golo Berg . Das Neujahrskonzert 2019 des Sinfonieorchesters sowie der Götz-Alsmann-Band, das unter dem Länderschwerpunkt „Spanien“ stand, ging mithin als eines der knalligsten und energiegeladensten Ausgaben in die Geschichte der traditionsreichen Jahreswechsel im Theater Münster ein.

Standen im vergangenen Jahr noch die Briten und ihr Brexit im Zentrum, so legten Münsters Musiker diesmal noch eine Schippe an Tempo, Temperament und Tanz drauf. Kein Wunder: Verbinden doch die meisten Menschen mit Spanien Sonne, Liebesglut, Stierkampf und Flamenco. Entsprechend fielen in den vergangenen 150 Jahren die Kompositionen aus, die gerne auch das eine oder andere folkloristische Klischee bedienten.

Neujahrskonzert 2019 mit Götz Alsmann im Theater Münster

1/22
  • Götz Alsmann ist auch 2019 wieder der Star der Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mit "Viva España!" sind die Konzerte überschrieben - deshalb kam das Sinfonieorchester Münster in Rot-schwarz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Generalintendant Ulrich Peters begrüßte das Publikum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sinfonieorchester Münster spielt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Die Konzerte im Großen Haus sind restlos ausverkauft - wie hier die Premiere am Neujahrs-Nachmittag.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann erklärte die Stücke und spielte zusammen mit seiner Band und dem Orchester viele Lieder.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Sinfonieorchester Münster ist ebenfalls in jedem Jahr dabei.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Begleitet wurde Götz Alsmann nicht nur vom Orchester, sondern auch seiner angestammten Band - hier Percussionist Markus Paßlick.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann ist auch 2019 wieder der Star der Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Generalintendant Ulrich Peters begrüßte das Publikum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Generalintendant Ulrich Peters begrüßte das Publikum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sinfonieorchester Münster spielt unter der Leitung von Generalmusikdirektor Golo Berg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann ist auch 2019 wieder der Star der Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann ist auch 2019 wieder der Star der Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann ist auch 2019 wieder der Star der Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann ist auch 2019 wieder der Star der Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann ist auch 2019 wieder der Star der Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann ist auch 2019 wieder der Star der Neujahrskonzerte im Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Begleitet wurde Götz Alsmann nicht nur vom Orchester, sondern auch seiner angestammten Band - hier Percussionist Markus Paßlick.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Begleitet wurde Götz Alsmann nicht nur vom Orchester, sondern auch seiner angestammten Band.

    Foto: Gunnar A. Pier

Nicht-Spanier

Wobei einige besonders spanische Stücke gar nicht von Spaniern stammen. So schuf etwa der Franzose Emmanuel Chabrier (1841-1894), eigentlich ein „Wagnerianer“, wie der stets um heitere Anekdoten bemühte Moderator Götz Alsmann erklärte, das phänomenale Stück „España“. Das verbinden wir heute eher mit der Schlagermelodie „Wenn die Rosen erblühen in Málaga“ (Cindy und Bert). Das Stück erklang am Ende des ersten Konzertteils und fand seine passende Fortsetzung direkt nach der Sekt- und Brezelpause in einem fast noch spanischer klingenden Reißer mit dem Namen „España Cani“ von Pascual Marquina Narro (1873-1948). Das kennen alle ab 50 aufwärts als feurigen „Paso Doble“ aus der Tanzstunde.

Selbst der Brite Edward Elgar (1857-1934), sonst eher für satten britischen Pomp zuständig, mochte das Spanische und drechselte mit der „Sevillana“ einen feinen Walzer daraus, süffig serviert von Münsters Musikern.

Alsmann-Band bot Treffliches

Was die Götz-Alsmann-Band anzubieten hatte, passte dazu trefflich. Ob nun Rudolf Nelsons (1878-1960) „Ein Kuss, der muss aus Spanien sein“ oder das schmachtende „Bésamo mucho“ von Consuelo Velázquez (1916-2005), das in der deutschen Version „Tausendmal möcht’ ich dich küssen“ heißt. Und dann waren da als Überraschungsgäste noch die famosen „Zucchini-Sistaz“, die aus Georges Bizets (1838-1875) „Danse Bohème“ aus der Carmen-Suite mal eben einen swingenden Song machten.

Die vielen Gesichter des Götz Alsmann

1/32
  • Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Bild aus jungen Jahren . . .

    Foto: WN
  • 2012: Götz Alsmann hält an der Westfälischen Wilhelms-Universität seine Antrittsvorlesung.

    Foto: Oliver Werner
  • 2013: Götz Alsmann bei der Unwiesität.

    Foto: Jennifer von Glahn
  • Premiere: In der Kurbelkiste wurde am 4. Juli 2017 zum ersten Mal das WDR-Filmporträt über Götz Alsmann gezeigt. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Premiere: In der Kurbelkiste wurde am 4. Juli 2017 zum ersten Mal das WDR-Filmporträt über Götz Alsmann gezeigt. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Musiker: Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Musiker: Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann beim Konzert am 31. Januar 2015 in der Halle Münsterland.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bekennender Preußen-Fan: Götz Alsmann beim Konzert am 31. Januar 2015 in der Halle Münsterland.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der Musiker: Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2014.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Experiment: Götz Alsmann gehörte zu den Gästen der ungewöhnlichen Interview-Sendung "Kessler ist...".

    Foto: ZDF/Mike Christian
  • Götz Alsmann am 27. Juni 2008.

    Foto: dpa
  • Götz Alsmann 2001

    Foto: WN
  • Götz Alsmann präsentiert am 5.
    November 2007 im Studio 4 des Funkhauses in Köln den Jazz Award des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft.

    Foto: dpa
  • Der TV-Star: Götz Alsmann im September 2016 während der letzten "Zimmer-frei"-Sendung.

    Foto: WDR/Ben Knabe
  • Kongeniale Partner bei "Zimmer frei": Götz Alsman und Christine Westermann.

    Foto: dpa
  • Vorfreude auf die neue Aufgabe: Götz Alsmann (l.) mit Dekan Prof. Michael Keller bei seiner Ernennung zum Honorarprofessor.

    Foto: Universität Münster
  • Götz Alsmann beim Münsterlandtag in Bocholt 2010 mit dem damaligen NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Götz Alsmann beim Münsterlandtag 2010 in Bocholt im Gespräch mit Wolfgang Hölker (2.v.r.), Sakia Zierenberg und Titus Dittmann (l.).

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Götz Alsmann moderiert regelmäßig das Lebensfest in Münster - so auch 2011.

    Foto: Paul Meyer zu Brickwedde
  • Götz Alsmann als Gast von Elke Heidenreich in der Literatur-Sendung „Lesen“ (Archivbild vom 27. Juni 2008).

    Foto: dpa
  • Dieses Bild zeigt Götz Alsmann bei einem Auftritt in der Gempthalle in Lengerich.

    Foto: WN
  • Hier ist Götz Alsmann bei seiner Präsentationslesung seines Hörbuches „Jules Verne. In 80 Tagen um die Welt“ am 23. Mai 2002.

    Foto: Marie Vigener
  • Foto-Shooting für Götz Alsmanns CD „Tabu“.

    Foto: Jim Rakete
  • Götz Alsmann mit dem Jazz Award des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft, den er für die Produktion der CD „Winterwunderwelt“ 2007 erhielt.

    Foto: A3637 Jörg Carstensen
  • Das Archivbild zeigt Götz Alsmann mit Banjo mit Stephan Schulze (r.) bei der Präsentation von „Feuerzangenbowle“ 2003.

    Foto: Lukas Speckmann
  • Götz Alsmann hält bei der Aftershow-Party der 13. „Echo“ Verleihung 2004 seinen Preis stolz in der Hand.

    Foto: dpa
  • Götz Alsmann überreichte auf diesem Archivbild ein Bild von Udo Lindenberg.

    Foto: Daniela Elsner
  • In seinem Element: Götz Alsmann mit seiner Kollegin Christine Westermann in seiner TV-Show „Zimmer frei“ am 9. April 2000.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Götz Alsmann bei der Aufzeichnung der Sendung „Mit Maus und Melone - 50 Jahre WDR-Kinderfernsehen“ am 8. Juni 2006.

    Foto: WDR BR Wilschewski (M)
  • Das Archivbild zeigt Götz Alsmann beim traditionellen Weihnachtskonzert in der münsterischen Kneipe Destille am 21. Dezember 2000.

    Foto: Marcel Schwamborn

Boléro als Höhepunkt

Selbstverständlicher Höhepunkt im zweiten Konzert-Teil: Maurice Ravels (1875-1937) Boléro – mit allen brachialen Klangkaskaden, die Münsters Sinfoniker da aufzubieten hatten. Ein Donauwalzer hätte zu diesem südländischen Programm als Zugabe absolut nicht gepasst. Also ließ man ihn weg. Alsmann und Band, nur in einem „Basta“-Cha-Cha-Cha für wenige Sekunden nicht auf Höhe des Sinfonieorchesters, lieferten immerhin als Kapriole den für Neujahrskonzerte üblichen Radetzky-Marsch, allerdings als flotten Boogie. Was dem Publikum gefiel.

Malambo zum Finale

Dann knallte Golo Berg mit seinem Orchester noch den „Malambo“ hinterher. Bestens gestimmt verließ das Publikum das Theater und schwärmte schwungvoll in die Neujahrsnacht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6293301?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F
Entwicklung spitzt sich zu: Steht UKM-Chef Nitsch vor dem Aus?
Weithin sichtbar: Die Türme des münsterischen Universitätsklinikums, deren Außenhaut in den zurückliegenden Jahren komplett saniert wurde. Im Innern gibt es Streit – über den Führungsstil des Ärztlichen Direktors und die mangelnde Finanzausstattung durch das Land.
Nachrichten-Ticker