Sinfonieorchester, Musikhochschule und Musikschule feiern 100. Geburtstag
Münsters Musikwelt macht mobil

Münster -

Wer sich zehn oder zwanzig zwanzig Jahren an 2019 zurückerinnern möchte, der kann dies mit einem einzigen Wort tun; denn 2019 wird Münsters „Musikjahr“. Sinfonieorchester, Musikhochschule und Westfälische Schule für Musik zelebrieren ihren 100. Geburtstag. Münster und das Münsterland feiern mit. Spektakulärer Höhepunkt: Am Pfingstsonntag sollen mindestens tausend Sängerinnen und Sänger zusammen mit dem Sinfonieorchester auf dem Prinzipalmarkt Carl Orffs Carmina Burana aufführen. Die Noten dafür gibt’s demnächst im Internet. Das dürfte im Juni ein spannendes Proben- und Aufführungswochenende und ein zutiefst geistvoll-kulturelles Pfingstfest werden!

Freitag, 01.02.2019, 16:42 Uhr aktualisiert: 01.02.2019, 17:06 Uhr
Mit vereinten Kräften (v.l): Organisator Ulrich Rademacher, Generalmusikdirektor Golo Berg, Musikschulleiterin Friedrun Vollmer, Kulturdezernentin Cornelia Wilkens, Oberbürgermeister Markus Lewe, Universiätsrektor Johannes Wessels und Musikhochschuldekan Michael Keller
Mit vereinten Kräften (v.l): Organisator Ulrich Rademacher, Generalmusikdirektor Golo Berg, Musikschulleiterin Friedrun Vollmer, Kulturdezernentin Cornelia Wilkens, Oberbürgermeister Markus Lewe, Universitätsrektor Johannes Wessels und Musikhochschuldekan Michael Keller Foto: Gerharz

„Harmonie“ war am Freitag während der Auftakt-Pressekonferenz im Mozart-Foyer der Musikschule das Wort der Stunde. Und das zweite lautete „Kooperation“. Die gelinge nämlich, was die Musik betreffe, in Münster seit 100 Jahren vorbildlich, hieß es unisono. Oberbürgermeister Markus Lewe nennt die Musik eine „Zukunftssäule der Stadt“. Münster müsse sich als „Stadt der Musik etablieren“. Und, nach der „Musikhalle“ gefragt, meinte Lewe: „Die Chance war noch nie so groß wie jetzt!“ Vor allem im Hinblick darauf, dass in der Musikwelt Münsters vorbildliche Zusammenarbeit praktiziert werde.

Universitätsrektor Prof. Johannes Wessels konnte das nur unterstreichen: „In Münster denkt man seit 100 Jahren Erfolg in der Musikausbildung und -praxis zusammen. Dieses Modell war und ist wegweisend.“ Der Weg in einen Musik-Campus mit großem Einzugsradius scheint vorgezeichnet.

Das Programm im Jubiläumsjahr:

Konzert des Jahres der Westfälischen Schule für Musik im Theater Münster, 200 Mitwirkend Musical „Brave New World“ nach Aldous Huxley mit dem Theaterjugendorchester im Kleinen Haus Neues Konzert-Format „Symphonic+“ mit Bläserformationen unter anderem der Westfälischen Schule für Musik im Theater Münster Dreitägiges Highlight des „MünsterMusik“-Programms als Pfingst-Open-Air. Höhepunkt: Scratch-Konzert, bei dem das Sinfonieorchester alle sangesfreudigen Bewohner einlädt, Carl Orffs Carmina Burana innerhalb eines Tages einzustudieren und abends gemeinsam zu präsentieren Konzerte im Rahmen der AaSeerenaden Klassikpreis Münster Premiere der musikalischen Posse „Yolimba“ von Tankred Dorst und Wilhelm Killmayer im Großen Haus Große Festwoche mit der Uraufführung eines Auftragswerkes des Schweizer Komponisten Daniel Ott und Albert Lortzings Oratorium „Die Himmelfahrt Jesu Christi“

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Golo Berg, der das Jubeljahr mit seinem Orchester in dieser Woche bereits mit einem Erinnerungskonzert an den Orchestergründer, Dirigenten und Komponisten Fritz Volbach eröffnet hat, wusste schon vor drei Jahren bei Vertragsunterzeichnung, dass diese musikalische Geburtstagsfeier auf ihn zukommen würde. Die Musiklandschaft und die Musikgeschichte der Stadt seien „viel reicher, als ich anfangs geglaubt habe“, strahlt Berg. „Münster kann zu Recht darauf stolz sein!“ Der Reigen an Veranstaltungen wird also auch jene Musiker in den Blick nehmen, die hier Geschichte schrieben. Von Fritz Volbach über die Brüder Romberg und Franz Wüllner bis hin zu dem Jazzer „Moondog“. Solche Namen dürften dann nach dem Jubeljahr nicht nur Insidern, sondern auch Musikinteressierten an der Peripherie geläufig sein. Etwa zehn Großereignisse bilden das Gerüst des Festjahres.

Nächster Aufschlag ist das „Konzert des Jahres“ der Musikschule im Theater Münster am 17. März. Eine Festivalwoche bildet vom 9. bis 17. November den spektakulären Schlussakkord – mit der Aufführung einer „Auftragskomposition“ mit dem Titel „Außen Stadt Innen Räume“ des Schweizer Komponisten Daniel Ott, die den „Münster-Sound“ multidimensional abbilden soll. Nicht weniger spannend wird zudem die Aufführung von Albert Lortzings Oratorium „Die Himmelfahrt Jesu“ im Dom. 

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