Lyrikertreffen 2019 in Münster
Frischer Wind in vielen Zeilen

Münster -

Im Jahr 1979 gab es das erste Lyrikertreffen in Münster. Im Mai geht die Traditionsveranstaltung mit drei Poesie-Preisträgern und viel internationalem Flair zum 21. Mal über die Bühne. Allerdings wird es Neuerungen geben.

Dienstag, 09.04.2019, 18:00 Uhr
Hermann Wallmann, Cornelia Wilkens und Frauke Schnell lesen schon mal Gedichte.
Hermann Wallmann, Cornelia Wilkens und Frauke Schnell lesen schon mal Gedichte. Foto: Gunnar A. Pier

Eine veränderte Struktur, eine Gastkuratorin und ein neuer Förderer, der dies möglich macht: Zum 40. Geburtstag des Lyrikertreffens in Münster weht ein frischer Wind durch die Traditionsveranstaltung, die vom 24. bis 26. Mai ihre 21. Auflage erlebt. Und diesmal drei Träger des Preises der Stadt Münster für Internationale Poesie hervorbringt: Er geht an dem russischen Lyriker Eugene Ostashevky und die beiden deutschen Übersetzerinnen Monika Rinck und Uljana Wolf.

Über 20 Dichterinnen und Dichter aus sieben Ländern sind dabei, wenn Münster im Mai für drei Tage wieder zum Zentrum für Gegenwartspoesie wird. Die prominentesten sind der Niederländer Cees Nooteboom, der aus seinem aktuellen Band „Mönchsauge“ liest, und Nobelpreisträgerin Hertha Müller, die collagierte Gedichte aus ausgeschnittenen Wörtern vorstellt. Zu ihnen gesellen sich neuere Stimmen wie Carolin Callies, Thilo Krause und Jo Shapcott.

20 000 Euro gibt die Kunststiftung NRW erstmals zum Lyrikertreffen dazu. Dies zeige, so die städtische Kulturdezernentin Cornelia Wilkens, „wie sehr das herausragende Kulturereignis auch überregional wahrgenommen wird“.

Dennoch, so kündigte Kulturamtsleiterin Frauke Schnell an, wird es markante Neuerungen geben. Neben Hermann Wallmann , dem künstlerischen Leiter des Lyrikertreffens, wird Autorin Anja Kampmann als Gastkuratorin agieren, die lyrische und musikalische Stimmen zusammenbringt. Kampmann wird etwa mit Kontrabassistin Sophia Scheffler ein Late-Night-Programm mit eigenen Gedichten präsentieren. Zudem wird es kleinere Lese-Einheiten geben und Poesiefilme – zugunsten einer „größeren Sinnlichkeit der Lyrik“, so Schnell. Workshops sollen die Brücke zur Studentenschaft in Münster schlagen. Die Schullesungen bleiben.

Hermann Wallmann liegen zwei Programmpunkte am Herzen: Neben dem Memorial für Paul Celan, der im kommenden Jahr 100 geworden wäre, ist es der Grundsatzvortrag von Autor und Literaturkritiker Christian Metz. Er wagt mit „Warum Lyrik?“ eine Bestandsaufnahme des Lyrikbooms der vergangenen 20 Jahre, dem auch das Erscheinen zahlreicher Anthologien zu verdanken ist. Darum wird in Münster ebenfalls gehen.

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Karten für die Veranstaltungen in der Studiobühne, im Theatertreff und im Kleinem Haus gibt es an der Theaterkasse, '  59 09 100.   | lyrikertreffen.muenster.de

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