2000 Tierbilder
Schau zeigt Höhle von Lascaux

In die «Bilderwelten der Eiszeit» kann man in München eintauchen. Eine Nachbildung der Höhle von Lascaux macht es möglich.

Dienstag, 16.04.2019, 12:55 Uhr
Die Aufnahme vom September 1940 (l) zeigt Marcel Ravidat, einen der vier Entdecker der Höhlen von Lascaux, der im Saal der Stiere steht und die Höhlenbilder betrachtet und das Bild in einer nachkolorierten Version.
Die Aufnahme vom September 1940 (l) zeigt Marcel Ravidat, einen der vier Entdecker der Höhlen von Lascaux, der im Saal der Stiere steht und die Höhlenbilder betrachtet und das Bild in einer nachkolorierten Version. Foto: dpa

München (dpa) - Die Höhle von Lascaux mit ihren prähistorischen Wandmalereien zählt zum Weltkulturerbe. Eine Ausstellung in München gibt nun Einblicke in die unterirdische Kunstwelt mit ihren mehr als 2000 Tierbildern und rätselhaften Zeichen.

Für «Lascaux – Die Bilderwelt der Eiszeit» sei ein Teil der Höhle im französischen Département Dordogne mit 3D-Lasertechnik originalgetreu nachgebildet worden, teilten die Veranstalter am Dienstag in München mit. Der Nachbau ist von Mittwoch an bis zum 8. September in der Kleinen Olympiahalle zu sehen. Die Ausstellung tourt seit Jahren durch die Welt und ist laut Veranstaltern erstmals in Deutschland zu sehen.

Der Stollen, in den die Besucher eintauchen, ist spärlich beleuchtet. Sie sollten sich fühlen, als wären sie mit Taschenlampen auf Höhlentour, sagen die Organisatoren. An den Wänden sind die Malereien zu sehen, die vier Jugendliche am 12. September 1940 in der Nähe von Montignac im französischen Département Dordogne zufällig entdeckt hatten. Sie zeigen Tiere wie Auerochsen, Bisons, Pferde, Hirsche und einen Menschen mit Vogelkopf, dazwischen geometrische Zeichen. Filme und Medienstationen runden die Ausstellung ab.

Die Lascaux-Höhle wird wegen ihrer reichen Steinzeitmalerei die «Sixtinische Kapelle der Urgeschichte» genannt. Acht Jahre nach ihrer Entdeckung wurde sie am 13. Juli 1948 für Besucher geöffnet. Doch durch den feuchten Atem breitete sich Kalkspan aus, Algen und Pilze vermehrten sich explosionsartig. 1963 wurde die Grotte deshalb wieder geschlossen. Ganz in der Nähe steht seit 2016 ein Nachbau in Originalgröße.

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