Unesco-Welterbe
Klimawandel und Antike - Ausstellung in Paestum

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen - das versucht die Ausstellung «Poseidonia» zu vermitteln.

Sonntag, 15.09.2019, 12:12 Uhr aktualisiert: 15.09.2019, 12:14 Uhr
Die als Unesco-Weltkulturerbe anerkannte Ruinenstätte Paestum.
Die als Unesco-Weltkulturerbe anerkannte Ruinenstätte Paestum. Foto: Cesare Abbate

Rom (dpa) - Abholzung, Umweltzerstörung, Desertifikation - das gab es auch schon in der Antike. Was man aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen kann, versucht die archäologische Stätte Paestum in der Ausstellung «Poseidonia» vom 4. Oktober an darzustellen.

Die rund 100 Kilometer südöstlich von Neapel gelegene Ruinenstätte zählt zum Unesco-Weltkulturerbe und wird von dem Deutschen Gabriel Zuchtriegel geleitet.

«Poseidonia ist die erste Ausstellung, die den Klimawandel in die lange Geschichte des antiken griechischen Imperialismus, der Kolonisierung des Mittelmeerraums und der am Ende unhaltbaren Auswirkungen der «Zivilisation» auf die Umwelt einordnet», sagten Zuchtriegel und der Co-Kurator Paul Carter in einer Mitteilung. «Unser Ziel ist es, die Geschichte des Wandels besser zu verstehen. Indem wir die Fähigkeit früherer Gesellschaften herausstellen, sich anzupassen und wiederaufzubauen, wollen wir die Relevanz der Vergangenheit für die Zukunft deutlich machen.»

Die Stadt am Tyrrhenischen Meer wurde um 600 vor Christus unter dem Namen Poseidonia - zu Ehren des Meeresgottes Poseidon - von griechischen Kolonisatoren gegründet. Die römischen Eroberer änderten später den Namen in Paestum. Um 500 nach Christus fing das Gebiet an zu versanden und zu versumpfen und wurde später ganz aufgegeben. Im 18. Jahrhundert wurde Paestum etwa zeitgleich mit den näher an Neapel gelegen Städten Pompeji und Herculaneum wiederentdeckt.

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