Literatur
Auch schön bebildert: «Metropolen der Moderne»

München (dpa) - Metropolen üben auf viele Menschen eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Die Verstädterung Europas hat schon vor 160 Jahren begonnen. In seinem imposanten Buch «Metropolen der Moderne» zeichnet der Gießener Historiker Friedrich Lenger diese epochale Entwicklung nach.

Donnerstag, 05.12.2013, 14:12 Uhr

Lenger zeigt, wie ab 1850 die Industrialisierung zum Schrittmacher der Verstädterung wurde. Beeindruckend ist der breite Ansatz seines Buches, denn er berücksichtigt sowohl soziale und politische als auch wirtschaftliche und kulturelle Gesichtspunkte. Auch beschränkt sich Lenger nicht auf die schon sattsam untersuchten zentralen Metropolen London , Paris oder Berlin, sondern schließt Großstädte der Peripherie mit ein wie etwa Lissabon, St. Petersburg oder Konstantinopel (Istanbul).

Sehr schön ist der Bildteil des Buchs. Leider wird die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg etwas stiefmütterlich behandelt, die letzten Jahrzehnte fallen fast ganz unter den Tisch.    

Friedrich Lenger: Metropolen der Moderne. Eine europäische Stadtgeschichte seit 1850, Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung, C.H. Beck Verlag, München, 757 Seiten, 49,95 Euro, ISBN 978-3-406-65199-1

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