Literatur
Gullimorde: «Die Hex ist tot» von Monika Geier

Hamburg (dpa) - Im beschaulichen Lautringen werden mehrere Gullideckel hochgehoben und die offenen Schächte zurückgelassen. In einem der Kanalschächte findet sich schließlich eine Frauenleiche. Kommissarin Bettina Boll von der Kripo Ludwigshafen entdeckt eine Verbindung zu einem bereits kalten Fall.

Montag, 06.01.2014, 16:01 Uhr

Vier Jahre zuvor wurde in einem Ludwigshafener Gulli die Leiche einer vor 15 Jahren verschwundenen Frau entdeckt. Durch die offenstehenden Schächte in Lautringen will offenbar jemand die Aufmerksamkeit auf den alten Mord lenken.

«Die Hex ist tot», Monika Geiers neuester Fall für Kommissarin Bettina Boll , ist ein unspektakulärer Roman, in dem das Alltägliche dominiert. Monika Geier benötigt keine Knalleffekte oder sogenannte Cliffhanger, um Spannung zu erzeugen. Gerade die relative Banalität des Geschehens («aufgestemmte Gullideckel») und damit eine gewisse nachbarschaftliche Intimität mit Wiedererkennungswert wecken das Interesse der Leser.

(Monika Geier: Die Hex ist tot, Argument Verlag, Hamburg , 363 Seiten, 12,00 Euro, ISBN 978-3-86754-216-6)

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