Bigotte Gläubige
Gottverlassen und abgründig: «Loney»

Andrew Michael Hurley debütiert mit einem Roman voller unheimlicher Stimmungen. Er spielt in einer unwirtlichen Küstenlandschaft.

Dienstag, 13.12.2016, 16:12 Uhr

Berlin (dpa) - Eine religiöse Glaubensgemeinschaft pilgert in der Karwoche des Jahres 1976 in den gottverlassenen Ort Loney an der englischen Westküste. In dem einsamen Wallfahrtsort erhoffen sich die streng gläubigen Eltern des stummen Hanny die Heilung ihres Sohnes.

Während die Gruppe ihre frommen Rituale pflegt, entdecken Hanny und sein jüngerer Bruder Tonto an der Küste ein einsames Haus. Die dortigen Bewohner scheinen ihre ganz eigenen Geheimnisse zu haben. 30 Jahre später kommt bei einem Erdrutsch in Loney die Leiche eines Babys ans Tageslicht. Sofort werden bei Tonto lange unterdrückte Erinnerungen wieder wach.

Andrew Michael Hurleys Debütroman «Loney» weiß durch seine abgründige, unheimliche Stimmung zu fesseln. Er beschreibt meisterhaft die unwirtliche Küstenlandschaft und die nicht minder düstere Welt der bigotten Gläubigen. Dennoch möchte man diesen Roman nicht als Thriller bezeichnen. Dazu fehlt es ihm an temporeicher Spannung und Überraschungsmomenten. Stattdessen wird der Leser über lange Strecken hingehalten.

- Andrew Michael Hurley: Loney, Ullstein Verlag , Berlin, 335 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-550-08137-8.

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