Seltsame Orte der Antike
Über Hundetempel und High-Society-Latrinen

Was sagen Orte wie ein Hundetempel im Zweistromland oder eine Latrine für die bessere Gesellschaft auf Zypern über die jeweilige Zivilisation aus? Der Münchner Geschichtsprofessor Martin Zimmermann gibt Antworten.

Dienstag, 13.11.2018, 15:23 Uhr aktualisiert: 13.11.2018, 15:26 Uhr

Berlin (dpa) - Im Altertum waren die Hängenden Gärten in Babylon eines der sieben Weltwunder. Doch anders als etwa die Pyramiden von Gizeh ist der Ort in Vorderasien nur über die Phantasie der Schriftsteller in die Neuzeit überliefert worden.

Auch wenn die Suche nach der genauen Position der Grünanlage manch Forscher umtrieb, so setzt der Historiker Martin Zimmermann in seinem jüngst erschienenen Buch «Die seltsamsten Orte der Antike» das vom babylonischen König für seine schwermütige Frau erbaute Weltwunder in das Reich der Fiktion. Es ist eine von mehr als drei Dutzend Stätten, mit welcher der Münchner Geschichtsprofessor die kulturelle Vielfalt im Altertum zeigt.

Wo sahen Sumerer, Griechen und Römer den Nabel ihrer Welt? Was sagen Orte wie ein Hundetempel im Zweistromland oder eine Latrine für die bessere Gesellschaft auf Zypern über die jeweilige Zivilisation aus? Oder: Wo ist eigentlich das Grab der ägyptischen Königin Kleopatra? In seinem klugen, kenntnisreichen und sehr unterhaltsamen Rundumblick, der von Luxor am Nil bis zur Sageninsel Thule im Nordatlantik reicht, zeigt Zimmermann, wie skurrile Orte abseits von Akropolis und Forum genauso die alten Kulturen bilden.

- Martin Zimmermann: Die seltsamsten Orte der Antike. Gespensterhäuser, hängende Gärten und die Enden der Welt, C.H. Beck, 336 Seiten, 22,00 Euro, ISBN 978-3-406-72704-7

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