Erstlingswerk
Das Freibad als Kampfzone

Ein Freibad ist für alle da, alle Schichten, alle Altersklassen. Doch was ist, wenn ein privater Investor es zu einem Privat-Pool umbauen lassen will? Widerstand formiert sich...

Dienstag, 06.08.2019, 12:48 Uhr aktualisiert: 06.08.2019, 12:50 Uhr

Berlin (dpa) - Ein Roman wie eine erfrischende Abkühlung an heißen Sommertagen. «Im Freibad», das Erstlingswerk von Libby Page , kultiviert die Freude am Schwimmen.

Vor allem aber ist es eine Hommage an die Bedeutung des Freibads als sozialem Raum, als Ort, an dem immer noch alle Schichten und Altersklassen aufeinandertreffen. Das macht das Freibad im Londoner Stadtteil Brixton so kostbar und so fragil. Denn ausgerechnet hier will ein privater Investor einen Luxusbau mit Privat-Pool errichten. Die Öffentlichkeit bliebe dann ausgesperrt.

Doch Widerstand formiert sich. Für die 86-jährige leidenschaftliche Schwimmerin Rosemary ist das Freibad ein Teil ihres Lebens, die junge Journalistin Kate wiederum wittert hier eine heiße Story für die Lokalzeitung. Das ungleiche Frauenpaar beschließt, für den Erhalt des Freibades zu kämpfen und rüttelt die Nachbarschaft auf. Ein Buch voller Herzenswärme und Menschlichkeit mit aktueller Brisanz. Denn der Kampf um Heimat und Identität, der hier im Mittelpunkt steht, wird an vielen Orten auf der Welt geführt.

- Libby Page: Im Freibad, Ullstein Verlag, Berlin, 384 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-548-29041-6

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