Theater
Neues Eötvös-Werk wird in Frankfurt uraufgeführt

Frankfurt/Main (dpa) - Der ungarische Komponist Peter Eötvös sieht sein neues Werk «Der goldene Drache» nicht als Oper, sondern als Musiktheater. «Wenn eine Oper angekündigt wird, erwartet man etwas opernhaftes. Dieses ist es nicht», verriet der 70-Jährige am Mittwoch in Frankfurt.

Mittwoch, 25.06.2014, 13:06 Uhr

Die auf dem gleichnamigen Theaterstück von Roland Schimmelpfennig basierende Komposition habe zu viele Seiten, um einer Gattung zugeordnet werden zu können. Der Kompositionsauftrag des Ensemble Modern und der Oper Frankfurt soll am kommenden Sonntag (29. Juni) in Frankfurt uraufgeführt werden.

«Mindestens die erste Hälfte ist ganz eindeutig ein Theaterstück mit Musik», beschrieb Eötvös seine Komposition. «Wenn ich den ersten Teil als Musiktheater , sogar als Comedy oder Kabarett bezeichnen möchte, wird es ab der zweiten Hälfte eher zum Passionsspiel», sagte er.

«Der goldene Drache» ist die neunte Oper des ungarischen Komponisten und Dirigenten. In 21 Szenen wird die Geschichte eines jungen Chinesen erzählt, der sich illegal in Deutschland aufhält. Als er an einem gezogenen Zahn verblutet, wird er in einem Teppich eingewickelt in einen Fluss geworfen. Die Komposition ist für 16 Instrumentalisten und fünf Sänger konzipiert. Schimmelpfennig war für sein Theaterstück 2010 zum Dramatiker des Jahres gewählt worden.

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