Medien
Weihnachten mit dem Bundespräsidenten

Gengenbach (dpa) - Für Bundespräsident Joachim Gauck ist es eine schöne und wichtige TV-Tradition. Alle Jahre wieder feiert das Staatsoberhaupt Weihnachten im ZDF.

Freitag, 20.12.2013, 08:03 Uhr

Bundespräsident Joachim Gauck in Gengenbach. Foto: Franziska Kraufmann
Bundespräsident Joachim Gauck in Gengenbach. Foto: Franziska Kraufmann Foto: dpa

Die Fernsehsendung «Weihnachten mit dem Bundespräsidenten» läuft an Heiligabend (24. Dezember) und erreicht pro Folge mehr als eine Million Zuschauer. In diesem Jahr kommt die 19. Ausgabe auf den Bildschirm. Aufgezeichnet worden ist sie in der Kleinstadt Gengenbach im Schwarzwald. Ausgestrahlt wird sie an Heiligabend, von 17.00 bis 18.00 Uhr, im ZDF.

«Es ist eine besinnliche Stunde, die den Menschen und dem Fernsehprogramm gut tut», sagt Bundespräsident Joachim Gauck und setzt sich gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt in die erste Reihe der Stadtkirche St. Marien in Gengenbach. Sie ist in diesem Jahr Schauplatz der Fernsehsendung, die seit fast zwei Jahrzehnten immer an Heiligabend auf den Bildschirm kommt. Jedes Jahr wird in einem anderen Bundesland gedreht.

Die Idee zur Sendung hatte 1994 der damalige Bundespräsident Roman Herzog. Er ging mit ihr erstmals auf Sendung. Johannes Rau, Horst Köhler und Christian Wulff haben sich ebenfalls beteiligt. Und auch Joachim Gauck will dabei bleiben.

«Diese Sendung ist für mich kein Pflichttermin, sondern eine Herzensangelegenheit», sagt er. Mit ihr komme weihnachtliche Ruhe auf den Bildschirm. In einer älter werdenden Gesellschaft sei das vor allem für jene wichtig, die alleine Weihnachten feiern oder die eigenen Wände zum Gottesdienst nicht mehr verlassen können.

So liest der Bundespräsident und frühere Pastor aus dem Weihnachtsevangelium. Der Kinderbuchautor Paul Maar, bekanntgeworden mit Geschichten wie «Das Sams», erzählt - umrahmt von Kindern - die Geschichte «Der doppelte Weihnachtsmann». Und Stargeigerin Anne-Sophie Mutter sorgt musikalisch für die passende Atmosphäre.

Festliche, klassische Musik kommt auch von der Philharmonie Baden-Baden und von den Aurelius Sängerknaben aus Calw in Baden-Württemberg. Ihre TV-Premiere in Deutschland feiert mit Weihnachtsleidern die südafrikanische Sängerin Pumeza Matshikiza.

Erstmals moderiert wird «Weihnachten mit dem Bundespräsidenten» von Nina Eichinger (32). Sie war früher Jury-Mitglied der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» an der Seite von Dieter Bohlen, moderiert hat sie zuvor auch beim Musiksender MTV.

Nun präsentiert sie Klassiksendungen im ZDF und feiert erstmals TV-Weihnachten mit dem Bundespräsidenten. Sie ist Nachfolgerin von Andrea Ballschuh, die im vergangenen Jahr durch die Sendung führte. Zuvor hatten Carolin Reiber und Carmen Nebel moderiert.

«Wir präsentieren ein festliches Konzert mit musikalischen Weihnachtsüberraschungen», sagt Eichinger. «Dazu gibt es besinnliche und heitere Betrachtungen zum schönsten Fest des Jahres.»

Für den Bundespräsidenten ist die weihnachtliche TV-Sendung ein Kontrastprogramm zum Krimialltag im deutschen Fernsehen. «Die Bewunderung der Fernsehzuschauern gilt normalerweise den Strolchen dieser Welt und denen, die sie bekämpfen», sagt Gauck. Vor allem Sonntagabend, wenn in der ARD die Krimireihe «Tatort» läuft, sei das so. «Ich finde es schön, dass wir dann an Weihnachten ein gemeinsames Fernsehfest des Friedens feiern.»

Nach dem Bundespräsidenten setzt das ZDF an Heiligabend auf Show. Andrea Kiewel macht um 19.15 Uhr mit der Musiksendung «Schöne Bescherung» weiter. Und Carmen Nebel sendet von 20.15 Uhr an die mehr als zwei Stunden dauernde Unterhaltungs- und Musikshow «Heiligabend mit Carmen Nebel». Zu Gast sind unter anderem Johnny Logan, Die Jungen Tenöre und Lena Valaitis.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2121170?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819674%2F1943462%2F2554373%2F
Mehrere Tote in Enschede entdeckt
Polizei ermittelt nach Leichenfund: Mehrere Tote in Enschede entdeckt
Nachrichten-Ticker