Elektrisierender Thriller
TV-Kritik zum 22-Uhr-Tatort "Franziska" (ARD)

Sonntagabend gibt es gleich zwei Tatort-Erstaufführungen im Ersten zu sehen. Aus Gründen des Jugendschutzes, so hieß es seitens des WDR schon vor Monaten, zeige man den Kölner Tatort „Franziska“ nicht um 20.15, sondern erst um 22 Uhr.

Sonntag, 05.01.2014, 16:01 Uhr

Elektrisierender Thriller : TV-Kritik zum 22-Uhr-Tatort "Franziska" (ARD)
Foto: WDR

Eine gekidnappte Polizistin, ein zu allem bereiter Sexualstrafgefangener und ein handelsüblicher Kabelbinder waren die Zutaten für den Spät-„ Tatort “. Was Drehbuchautor Jürgen Werner und Regisseur Dror Zahavi daraus machten, war Spannungsfernsehen der Extraklasse.

Franziska (Tessa Mittel­staedt), die Assistentin von Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär), bereitete den Mörder und Vergewaltiger Daniel Kehl (Hinnerk Schönemann) auf seine Entlassung vor, als dieser die ehrenamtliche Bewährungshelferin als Geisel nahm und mit einem um ihren Hals gelegten Kabelbinder quälte.

Werner und Zahavi gelang mit diesem Knast-Kammerspiel ein elektrisierender Thriller, der sich von üblichen „Tatorten“ abhob. Die Angst war zum Greifen nah, das bedrohliche Szenario von Gewalt und Nervenkitzel bestimmt, sodass sich die Schlinge langsam zuzog – nur diesmal, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht beim Täter. Ein solches Experiment wünscht man sich öfter!

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