Leute
Eberhard Feiks Witwe weist Stasi-Mitarbeit zurück

Berlin (dpa) - Die Witwe des früheren «Tatort»-Schauspielers Eberhard Feik hat eine frühere Stasi-Mitarbeit des Paares von sich gewiesen. «Das ist so absurd, da muss ich lachen», sagte Annelie Feik am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Mittwoch, 17.12.2014, 16:12 Uhr

Ihr Mann spielte als Kripomann Thanner an der Seite von Götz George (Schimanski), Feik starb 1994.

Das « Zeitmagazin » berichtet in seiner jüngsten Ausgabe, dass Eberhard und Annelie Feik mit der DDR-Staatssicherheit zusammengearbeitet haben sollen. Berichtet wird von zwei Karteikarten aus den Rosenholz-Dateien, auf denen die Decknamen «Queen» und «Lear» sowie die Klarnamen der beiden Künstler vermerkt sein sollen.

Die Rosenholz-Dateien sind mikroverfilmte Karteikarten zu West-Spionen der Stasi. Die Dateien waren nach dem Mauerfall in die Hände des amerikanischen Geheimdienstes CIA gelangt und erst Jahre später an Deutschland zurückgegeben worden.

Eine Sprecherin der Stasi-Unterlagen-Behörde sagte zu Feik, ihre Behörde habe keinen Klarnamen herausgegeben, weil das Material für einen Beleg nicht ausreichte. «Bei der Herausgabe der Karteikarten war eine Zuordnung zu einer Person nicht möglich.»

Registriernummer und Deckname auf einer Karteikarte allein seien nur bedingt aussagefähig, wenn man keine Verbindung zu anderen Unterlagen herstellen könne. Ob jemand bewusst Informationen an die Stasi geliefert habe oder ob Personen ohne ihr Wissen abgeschöpft wurden, gehe nur aus Karteikarten nicht hervor.

Die Hauptverwaltung Aufklärung des Stasi-Ministeriums hatte im Herbst 1989 einen Großteil ihrer Dokumente selbst vernichten können. Erhalten blieb mit den Rosenholz-Dateien das verschlüsselte Personenregister.

Die in Baden-Württemberg lebende Feik sagte der dpa: «Wir waren nicht 007 und Mata Hari.» Einen Anwerbeversuch während eines DDR-Verwandtenbesuchs im Harz hätten sie 1984 abgelehnt und nach ihrer Rückkehr nach Westdeutschland dem Verfassungsschutz gemeldet, erklärte die 70-jährige Schauspielerin. Auch zuvor seien sie im damaligen West-Berlin wohl von der Stasi angesprochen worden, jedoch ohne es damals zu wissen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2949927?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819674%2F2554251%2F4840832%2F
Nachrichten-Ticker