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Einstein

Berlin (dpa) - Felix Winterberg (Tom Beck) darf sich mit Fug und Recht «Einstein» nennen, denn er ist Ururenkel des Genies und hat auch einiges auf dem Kasten.

Freitag, 20.03.2015, 16:03 Uhr

Tom Beck gibt den Physikprofessor.
Tom Beck gibt den Physikprofessor. Foto: Georg Wendt

Mitten in seinem Bochumer Dachappartement hat die Intelligenzbestie ihre Matratze ausgelegt (auf der der Damenbesuch nicht ausbleibt) und darüber ihr Teleskop auf den Rest der Milchstraße gerichtet. Da entfährt ihm schon mal frei nach « Star Wars »-Figur Luke Skywalker der Satz: «Wenn die Galaxis ein helles Zentrum hat, dann ist Bochum am weitesten davon entfernt.»

Aber eigentlich müsste er der Ruhrpott-Metropole dankbar sein. Denn mit 32 Jahren ist er dort der jüngste Professor, der an der Universität der Stadt jemals theoretische Physik unterrichtet hat. Winterberg ist auch mit großer Sicherheit der bestaussehende Dozent, der je in diesem komplizierten Fach zu Hause war. Leider hat «Einstein», wie Sat.1 seine Krimikomödie an diesem Dienstag (20.15 Uhr) genannt hat, ein schweres Problem. Er leidet unter Chorea Huntington.

Dabei handelt es sich um eine seltene Erbkrankheit im Hirn, die unweigerlich zur Demenz und zum Tod führt. Winterberg trägt die zwar in sich, sie ist aber noch nicht ausgebrochen. Zum Schutz davor haut er sich den ganzen Tag Amphetamine rein, von deren Wirkung er überzeugt ist. Als er eines Tages im Krankenhaus beim Diebstahl der Drogen erwischt wird, muss er bei der Polizei und speziell bei Kommissarin Elena Lange ( Annika Ernst ) vorsprechen.

Die Polizistin stellt den Delinquenten knallhart vor die Alternative: entweder ein Verfahren oder Mithilfe bei den Ermittlungen der Kriminalpolizei bei der Aufklärung eines kapitalen Drogenverbrechens. Natürlich bleibt «Einstein» keine Wahl. Dass sich die alleinerziehende Kommissarin sowie ihr kleiner herzkranker Sohn und der verrückte Professor näher kommen, liegt auf der Hand. Doch in 90 Minuten langen TV-Komödie mit Trend zum Irrwitz am Fließband kann eine Menge passieren.

Tom Beck hat etwas vollbracht, das nicht jedermann schafft: Gleich an zwei aufeinanderfolgenden Dienstagen spielt er die Hauptrolle in einem Sat.1-Movie - vor einer Woche in der Komödie «Meine allerschlimmste Freundin» allerdings nur vor 1,93 Millionen Zuschauern, damit blieb er noch hinter dem RTL-II-«Trödeltrupp».

Beck ist vor allem bekannt aus seiner Zeit bei der RTL-Actionserie «Alarm für Cobra 11», in der er bis 2013 in 81 Episoden als Kommissar mitwirkte. Ausgerechnet auf einen seiner «Cobra 11»-Vorgänger trifft Beck im Sat.1-Film: Mark Keller (49) spielt in einer Nebenrolle mit.

«Einstein» sei für ihn eine «sehr undurchschaubare, schwer greifbare, vielschichtige Figur, die wahnsinnig viel Entwicklungspotenzial besitzt», sagte Beck in einem Interview mit Sat.1. Er habe versucht, sich in das Thema «dunkle Materie etc.» einzuarbeiten, allerdings schnell gemerkt, dass ein Crashkurs von ein paar Wochen nicht reiche, um in diesem Stadium der Physik durchblicken zu können. Denn seine bevorzugten Schulfächer waren die «Klassiker eines faulen Schülers: Sport, Musik und Englisch».

Kollegin Annika Ernst hatte zunächst etwas Bammel vor Beck: «Ich muss sagen, ich hatte vorher ein bisschen Sorge, dass Tom arrogant oder überheblich sein würde, ich kannte ihn ja gar nicht», sagte sie zu Sat.1. «Aber die Sorge war vollkommen überflüssig! Er ist ein großartiger Kollege, immer top vorbereitet und gut gelaunt, und er sieht sogar morgens vor der Maske schon blendend aus. Was will man mehr?»

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