Fernsehen
Bornholmer Straße

Berlin (dpa)  - Vielleicht war es Vorsehung, vielleicht auch nur der Dienstplan: Der DDR-Grenzer Harald Jäger war der Mann, der am 9. November 1989 an der Bornholmer Straße in Berlin den Schlagbaum öffnete.

Samstag, 03.10.2015, 00:01 Uhr
DDR-Bürger vor der Grenzübergangsstelle.
DDR-Bürger vor der Grenzübergangsstelle. Foto: dpa

Eine historische Nacht. Die Bilder vom Mauerfall und denDeutschen aus Ost und West, die sich weinend in den Armen lagen,gingen um die Welt. 25 Jahre später sind schon viele Geschichtenerzählt. Ein Kapitel noch nicht: «Bornholmer Straße» ( ARD , 20.15 Uhr) erzählt die Sicht der Grenzer als Tragikomödie.

Christian Schwochow , der nicht nur mit der Bestsellerverfilmung «Der Turm» ein Händchen für DDR-Stoffe zeigte, hat Harald JägersGeschichte frei verfilmt. «Es ist Zeit für eine andere Perspektive»,sagt Schwochow (36). Als die Mauer fiel, war er elf Jahre alt undschlief, während seine Eltern Rainer und Heide bis vier Uhr morgensdurch den Westen Berlins zogen. Schwochows Eltern schrieben dasDrehbuch. In der Hauptrolle: ein preisverdächtiger Charly Hübner(«Polizeiruf 110») als Grenzöffner, der im Film Schäfer heißt.

Das Ensemble ist bis in die Nebenrollen hinein hochkarätig besetzt:Ulrich Matthes, Milan Peschel, Ursula Werner, Rainer Bock, MargitBendokat, Frederick Lau, Ludwig Trepte und Jasna Fritzi Bauer sinddabei. Gedreht wurde die Ufa Fiction-Produktion unter anderem inWanzleben bei Magdeburg, nachts, mit mehr als 1500 Komparsen und vielen 1980er-Jahre-Kostümen.  

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