Tatort-Kritik: Böser Boden
Überfrachteter Krimi

Hamburg -

Es wurde zuletzt viel experimentiert. Die Ankündigung eines Tatorts mit Zombie-Elementen ließ da manchen Ungutes befürchten. Und zugegeben: Beim Finale dieses NDR-Krimis, als sich die mit Nervengift infizierten Dorfbewohner zu einer zombieähnlichen Gruppe firmierten, ließ Regisseurin Sabine Bernardi deutlich durchblicken, wo sie sich ihre Inspirationen für diesen Film geholt hatte.

Montag, 27.11.2017, 06:11 Uhr

Tatort-Kritik: Böser Boden: Überfrachteter Krimi
Zombie"-Kinder bedrohen Kommissarin Grosz (Franziska Weisz) in einer Szene des Tatort "Böser Boden". Foto: dpa

Dabei wäre der Krimi auch ohne diese stilistische Anleihe ausgekommen. Denn der Fall vom Fracking-Unternehmen, das giftiges Abwasser illegal in den Boden geklärt hatte, wovon das Mordopfer aus dem Iran wusste, hätte auch ohne Grusel funktioniert.

Viele Fährten wurden gelegt, mit der Fracking- und der Flüchtlingsproblematik hatte er komplexe Hintergründe. Und in manchen Dialogen schien sogar anfangs mal Leichtigkeit durch – Möhrings Falke-Figur sei Dank. Was diesen wuseligen Tatort aber unnötig überfrachtete, war die Nebenhandlung, in der sich Falke mit seinem Sohn herumplagte.

 

"Böser Boden"

1/6
  • „Böser Boden“ Foto: Christine Schroeder
  • „Böser Boden“ Foto: NDR
  • „Böser Boden“ Foto: ARD
  • „Böser Boden“ Foto: ARD
  • „Böser Boden“ Foto: Christine Schroeder
  • „Böser Boden“ Foto: Daniel Bockwoldt

 

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