Der neue Wiener „Tatort“ führt in die Unterwelt
Alle wollen das Schwarzgeld

Der Ausflug ins Wiener Rotlichtmilieu beginnt brutal. Ein Mann wird erschossen und verbrannt. Die Ermittler Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) haben es in ihrem 19. gemeinsamen Fall mit abgezockten Kriminellen zu tun, die auf Rache und ihre Marie aus sind – also ihr schmutziges Geld. Der „Tatort: Her mit der Marie“ an diesem Sonntag (20.15 Uhr) im Ersten ist eine Reise in ein Ur-Wiener Biotop mit merkwürdigen Gestalten aus der Unterwelt.

Freitag, 12.10.2018, 18:52 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 18:42 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 18:52 Uhr
Die Kommissare Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) ermitteln im Mordfall an dem Geldboten eines Wiener Großkriminellen.
Die Kommissare Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) ermitteln im Mordfall an dem Geldboten eines Wiener Großkriminellen. Foto: dpa

Umgebracht wurde ein Geldbote des „Dokta“ (Erwin Steinhauer), der mit krummen Deals und vielen Puffs ordentlich Geld angehäuft hat, nun Wein anbaut und die Polizisten bestens kennt. Es ist das bekannte Terrain der Bibi Fellner , die lange bei der Sitte gearbeitet hat und von damals noch Leute wie den „Inkasso Heinzi“ kennt.

Während Bibi Fellner und Moritz Eisner die Verstrickungen des „Dokta“ genauer unter die Lupe nehmen und seine Geschäfte auf Links drehen, nimmt dieser gleich selbst die Suche nach dem Täter in die Hand. Jukic (Johannes Krisch), sein Mann fürs Grobe, geht dabei kompromisslos und besonders genau vor. Selbst der dem „Dokta“ loyale Pico Bello (Christopher Schärf) gerät dabei ins Visier.

Wiener Tatort: Her mit der Marie!

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  • Was ist passiert? Und wer ist der Tote? War es ein gezielter Mord, oder ist etwas ganz anderes auf tragische Art und Weise schiefgegangen? Im näheren Umkreis Wiens bietet sich den Ermittlern der BK-Sonderkommission Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) unweit einer Landstraße ein verwirrendes Bild: Eine vorerst nicht identifizierbare Leiche wird gefunden. Rechts: Manfred Schimpf (Thomas Stipsits).

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  • (Von links nach rechts): Kommissar Moritz Eisner (Harald Krassnitzer), Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Manfred Schimpf (Thomas Stipsits).

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  • Schritt für Schritt arbeiten sich Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) voran. Nach und nach kommt ans Licht, dass der Geldbote vom „Dokta“, einem alteingesessenen Wiener Großkriminellen, überfallen wurde.

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  • Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) vehören den „Dokta“ (Erwin Steinhauer, li.), ein alteingesessener Wiener Großkrimineller.

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  • Die beiden Kriminellen Marko Jukic (Johannes Krisch) und der "Dokta" (Erwin Steinhauer).

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  • Der "Dokta" (Erwin Steinhauer, re.), seine Frau (Maria Hofstätter) und Pico Bello (Christopher Schärf).

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  • Mit allen Mitteln arbeiten sich Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) Schritt für Schritt in dem Mordfall an dem Geldboten eines Wiener Großkriminellen heran.

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  • Manfred Schimpf (Thomas Stipsits, re.) am Tatort.

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  •  Im näheren Umkreis Wiens untersuchen Moritz Eisner (Harald Krassnitzer, Mitte), Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Thomas Stipsits (Manfred Schimpf, li.) den Tatort einer vorerst nicht identifizierbaren Leiche.

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  •  Bibi Fellner (Adele Neuhauser) spricht mit Inkasso Heinzi (Simon Schwarz).

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  • Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) am Tatort einer vorerst nicht identifizierbaren Leiche.

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  • Die Kleinkriminellen Inkasso Heinzi (Simon Schwarz, re.), Pico Bello (Christopher Schärf), Marko Jukic (Johannes Krisch) und der Mechaniker (Mathias Dachler).

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  • Die Kleinkriminellen Voodoo Jürgens (Voodoo Jürgens) und Pico Bello (Christopher Schärf).

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  • Marko Jukic (Johannes Krisch) und Pico Bello (Christopher Schärf, re.).

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  • Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) spricht mit Inkasso Heinzi (Simon Schwarz, re.).

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  • Der Wiener Großkriminelle "Dokta" (Erwin Steinhauer) und seine Frau (Maria Hofstätter).

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  • Der V-Mann (Michael THomas, li.) und Pico Bello (Christopher Schärf).

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican

Nostalgie und Ironie

Übermäßig spannend wird der „Tatort“ auch an dieser Stelle nicht. Dafür haben diese 90 Minuten Fernsehfilm andere Qualitäten: Der preisgekrönten Regisseurin Barbara Eder ist es gelungen, einen grundsoliden und amüsanten Retro-Krimi zu kreieren, der den Zuschauer wirklich in die alte Wiener Unterwelt hineinzieht.

Ein bisschen Nostalgie ob der alten Kaffeehaus-Zeiten wird gepaart mit Ironie, passender Musik und Kriminellen, die zum großen Teil einfach gerne kriminell sind.

Zum Thema

„Tatort: Her mit der Marie!“, an diesem Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten

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Das ist neu bei den aktuellen Tatort-Teams

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  • Nach einer vergleichsweise kurzen Sommerpause geht es beim beliebtesten TV-Format der Deutschen mit neuem Stoff weiter. Was in den kommenden Monaten zu erwarten ist: Neuanfänge, Abschiede, außergewöhnliche Fälle oder Orte - ein Überblick nach Teams

    Foto: Daniel Reinhardt
  • SCHWEIZ: Viel Neues aus der Schweiz ist zu erwarten in den kommenden Monaten. Eröffnet wird die Saison mit einem sogenannten One-Shot-„Tatort“ aus Luzern. Beim Krimi „Die Musik stirbt zuletzt“ handelt es sich um einen am Stück - also ohne Schnitt - gedrehten Echtzeit-„Tatort“. Inszeniert hat ihn Filmemacher Dani Levy („Alles auf Zucker!“). Es geht um einen Mord während eines Benefizkonzerts im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL). Der Film vom 5. August ist der viertletzte „Tatort“ aus Luzern mit Stefan Gubser und Delia Mayer alias Reto Flückiger und Liz Ritschard. 2019 ist dann nach acht Jahren und 17 Filmen Schluss mit dem aktuellen Team. Neue „Tatort“-Stadt wird ab 2020 laut Schweizer Fernsehen Zürich - eine Metropole mit Institutionen wie dem Fußballverband Fifa, die zudem als Banken-, Kultur-, Party- und Nachtleben-Zentrum bekannt ist.

    Foto: SYSTEM
  • WEIMAR: Wie im Schweizer „Tatort“ Anfang August geht es auch am 26. August im neuen MDR-Krimi mit Nora Tschirner und Christian Ulmen um Giftmord. Er heißt „Die robuste Roswita“ - wie eine Kartoffelsorte.

    Foto: Sebastian Kahnert
  • KIEL: Nach dem Ausstieg der Schauspielerin Sibel Kekilli bekommt der schleswig-holsteinische NDR-Ermittler Axel Milberg alias Borowski nach der Sommerpause die Schauspielerin Almila Bagriacik als operative Fallanalytikerin Mila Sahin an seine Seite. Der erste Fall mit ihr heißt „Borowski und das Haus der Geister“ (2.9.).

    Foto: Axel Heimken
  • BERLIN: Im kommenden RBB-Fall aus der deutschen Hauptstadt - „Tiere der Großstadt“ (16.9.) - gibt es eine Premiere in Sachen Mörder. Nachdem 1987 zum Beispiel schon ein Elefant im Hamburger „Tatort“ jemanden umbrachte („Tod im Elefantenhaus“), gerät jetzt wieder etwas Anderes als ein Mensch unter Verdacht, nämlich ein Roboter. Das Ganze passt zum Thema Künstliche Intelligenz, das diese Saison recht oft vorkommt. Die Musik kommt von Klangkünstler Nils Frahm („Victoria“).

    Foto: ARD
  • DORTMUND: Nach dem Ausstieg von Stefan Konarske ist Rick Okon der Neue im Ruhrgebiets-Team des WDR. Seinen Einstand als Jan Pawlak hatte der Schauspieler im Februar in einer Gastrolle als verdeckter LKA-Ermittler. Ab dem kommenden Film ist er fest dabei.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • GÖTTINGEN: Neue Partnerin und neuer Einsatzort für Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) ist Göttingen, die Uni-Stadt im Süden Niedersachsens, in der die Filmfigur auch einst studierte. Die Kommissarin wurde strafversetzt vom Landeskriminalamt Hannover zur dortigen Polizeidirektion. An der Seite der beliebten NDR-Ermittlerin, die nur noch einmal im Jahr mit einem neuen Film zu sehen ist, spielt die nächsten Krimis die Deutsch-Uganderin Florence Kasumba mit. Die Konstellation biete viel Raum für Wendungen, sagte Furtwängler anlässlich der Dreharbeiten. „So verschieden wir auch sein mögen, so verbindet uns doch Eigensinn und Selbstbewusstsein.“ Lindholm bekommt auch einen neuen Lover.

    Foto: Swen Pförtner
  • KASSEL: Das Frankfurter Duo Janneke und Brix (Margarita Broich und Wolfram Koch) vom Hessischen Rundfunk (hr) ermittelt bald in einem Fall im nordhessischen Kassel. Der Stiefsohn eines Fernseh-Talkers wurde getötet und zerstückelt. Ausgestrahlt werden soll der Kassel-Krimi aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2019.

    Foto: Daniel Reinhardt
  • NOCHMAL HESSEN: Vorher - wahrscheinlich Ende 2018 - kommt der nächste „Tatort“ mit Ulrich Tukur. In „Murot und das Murmeltier“ (Anspielung auf die 25 Jahre alte US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray) durchlebt Ermittler Murot einen Tag sieben Mal.

    Foto: Marius Becker
  • FRANKEN: Die Mordkommission Franken - also das Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) - bekommt es in ihrem fünften Fall 2019 mit einer Mordserie zu tun: In Bayreuth wird jede Stunde ein Mensch erschossen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Drehen ließ der BR auch im berühmten Wagner-Festspielhaus.

    Foto: ARD
  • SCHWARZWALD: Beim dritten Schwarzwald-„Tatort“ des SWR ist Hans-Jochen Wagner alias Kommissar Friedemann Berg wegen Krankheit nicht dabei. Er soll aber zurückkehren. An der Seite von Eva Löbau als Franziska Tobler ist stattdessen vorübergehend Carlo Ljubek als ihr Freiburger Kollege Luka Weber im Einsatz. Im neuen Krimi geht es um den Mord an einer 17-Jährigen und ihrem Tennislehrer.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • MÜNSTER: Fans des mit Abstand beliebtesten „Tatort“-Teams - Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) - müssen sich gedulden. Der eigentlich übliche zweite Fall des Jahres fällt diesmal aus. Also: Diesen Herbst kommt kein neuer Film. Dafür aber könnte es 2019 sogar drei neue Münster-Krimis vom WDR geben.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • STUTTGART: Auch Stuttgart-Fans bekommen dieses Jahr nur einen Fall - er kommt im Herbst. Der SWR-Film „Der Mann, der lügt“ erzählt seine Geschichte aus Verdächtigen-Sicht. Der Zuschauer erfährt die Ermittlungsergebnisse nur scheibchenweise. Besonders spannend.

    Foto: Stephanie Schweigert
  • HAMBURG: Auch wenn es quotentechnisch zuletzt nicht gut lief für Til Schweigers NDR-Krimis, wird weitergemacht. Allerdings nicht mehr mit dem bisherigen Regisseur (Christian Alvart) und Autor (Christoph Darnstädt), sondern mit den Machern vom Rostocker „Polizeiruf 110“ („Für mich übrigens der beste „Tatort!““, Zitat Schweiger in der „Bild am Sonntag“). Ab dem sechsten Fall mit Tschiller ist also unter anderem Eoin Moore verantwortlich.

    Foto: Nik Konietzy
  • DRESDEN: Nach dem Ausstieg von Alwara Höfels beim sächsischen MDR-Krimi spielt bald - zu sehen ab 2019 - an der Seite von Karin Hanczewski und Martin Brambach die Schauspielerin Cornelia Gröschel mit. Im Gegensatz zu Höfels ist sie sogar gebürtige Dresdnerin.

    Foto: MDR/Andreas Wünschirs
  • SAARLAND: Wie bereits bekannt, beenden der SR und Devid Striesow alias Stellbrink ihre Zusammenarbeit. Noch eine Folge - der dann siebte Fall - kommt im Januar 2019. Ein neues Team ist in Arbeit.

    Foto: Manuela Meyer
  • BREMEN: Die Schauspieler Sabine Postel und Oliver Mommsen hören bekanntlich 2019 auf - nach dann 34 gemeinsamen Auftritten. Nur noch zwei Fälle mit Kommissarin Inga Lürsen und Kollege Nils Stedefreund kommen. Radio Bremen will ein neues „Tatort“-Team präsentieren.

    Foto: Carmen Jaspersen

 

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