Im Bremer „Tatort: Blut“ sind die Vampire los
Das lichtscheue Mädchen

Wer sich am Sonntagabend im Ersten den neuen Bremer „Tatort“ anschauen möchte, sollte Holzpflock, Kruzifix und Knoblauchknolle bereitlegen. Denn in dem Streifen „Blut“ sind die Vampire los. Der Grusel-Krimi ist der vorletzte Fall des Ermittlergespanns Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen).

Sonntag, 28.10.2018, 12:26 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 28.10.2018, 10:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 28.10.2018, 12:26 Uhr
Die Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) suchen im Park nach Blutspuren.
Die Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) suchen im Park nach Blutspuren. Foto: dpa

Eingangs bekommen es die Kommissare mit einer blutleeren Leiche zu tun. Der Hals der jungen Frau ist regelrecht zerfetzt. Und es bleibt nicht bei diesem einen Bissopfer. Ins Visier der Ermittler geraten Wolf Harding (Cornelius Obonya) und seine lichtscheue, ambivalente Tochter Nora, gespielt von Lilith Stangenberg . Diese sorgt für die Schockmomente des Films.

„Der Vampir ist eine alte Traumrolle von mir“, sagte Stangenberg nach der Pressevorführung in einem Bremer Kino. Gereizt habe sie aber vor allem Noras Polarität. „Die größte Herausforderung war tatsächlich diese innere Dramatik der Figur, diese tragische Geschichte glaubhaft zu spielen.“

Bremer-Tatort: Blut

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  • Eine junge Frau ist in einem Park ermordet worden. Das Bremer Ermittlungsteam sucht am Tatort nach Spuren. (v.l.: Hauptkommissar Inga Lürsen (Sabine Postel), Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Rechtsmediziner Dr. Katzmann (Matthias Brenner))

    Foto: Radio Bremen/Christine Schröder
  • Ein Notruf, eine Leiche in einem Park – die Bremer Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) stehen vor einem besonderen Rätsel.

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  • Anna Welter (Lilly Menke) hat den Mord beobachtet und steht unter Schock. (rechts Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen)

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  • Unzertrennlich und aufeinander angewiesen: Nora (Lilith Stangenberg) und ihr Vater Wolf Harding (Cornelius Obonya).

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  • Nora Harding (Lilith Stangenberg) verlässt nur selten das Haus.

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  • Bei einer Verfolgungsjagd wird Hauptkommissar Stedefreund verletzt. (v.l.: Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel))

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  • Ein Notruf ist bei der Polizei eingegangen. Die Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) suchen im Park nach Spuren.

    Foto: Radio Bremen/Christine Schröder
  • Die Obduktion soll klären, ob das Opfer an den Folgen starker Bissverletzungen gestorben ist. (v.l.: Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), Rechtsmediziner Dr. Katzmann (Matthias Brenner))

    Foto: Radio Bremen/Christine Schröder
  •  Am Tatort findet Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen) das Handy des Opfers und erhält wichtige Hinweise.

    Foto: Radio Bremen/Christine Schröder
  • Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel) recherchiert nach Fällen, bei denen Bissverletzungen eine Rolle gespielt haben.

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  • Wolf Harding (Cornelius Obonya) ist krank und auf die Hilfe seiner Tochter Nora (Lilith Stangenberg) angewiesen.

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  • Nora Harding (Lilith Stangenberg) und ihr Vater Wolf (Cornelius Obonya).

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  • Wolf Harding (Cornelius Obonya) und seine Tochter Nora (Lilith Stangenberg) leben zurückgezogen und haben kaum Kontakt zu anderen Menschen.

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  • Nach dem Mord an ihrer Freundin steht Anna Welter unter Schock. (v.l.: Anna Welter (Lilly Menke), Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel))

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  • Eine stark traumatisierte Zeugin (Lilly Menke) kann Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen) nur den verstörenden Hinweis „Vampir“ liefern.

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  • Anna Welter (Lilly Menke) wird Zeugin eines Mordes.

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  • Unerwarteter Besuch im Präsidium: Professor Syberberg. (v.l.: Professor Syberberg (Stephan Bissmeier), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel), Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen))

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  • Rechtsmediziner Dr. Katzmann (Matthias Brenner)

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  • Die Bremer Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) rekonstruieren mit der Kommissarin vom Dienst, Helen Reinders (Camilla Renschke), den Fall.

    Foto: Radio Bremen/Christine Schröder
  • Anhand der Tonaufnahme des eingegangenen Notrufs versuchen die Hauptkommissare den Tathergang zu rekonstruieren. (v.l.: Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen), Polizeitechniker (Thomas Ziesch), Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel))

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  • Viele Spuren, die ins Leere laufen. Die Kommissarin vom Dienst Helen Reinders (Camilla Renschke) und Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen) versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren.

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  • Hauptkommissar Stedefreund (Oliver Mommsen)

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  • Hauptkommissarin Inga Lürsen (Sabine Postel)

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  • Hauptkommissaren Inga Lürsen (Sabine Postel)

    Foto: Radio Bremen/Christine Schröder

Die meisten Szenen spielen nachts, in einsamen Parks und auf menschenleeren Straßen. Wer sich auf den Grusel einlässt, wird wohl seine Gänsehautmomente erleben. Zwischendurch durchbricht immer mal wieder ein Augenzwinkern die Düsternis.

Die Angst vor dem Unbekannten

Das Drehbuch stammt von Philip Koch, der auch Regie führte. „Ich arbeitete schon seit Längerem an der Idee für einen Spielfilm, der das übernatürlich aufgeladene Thema Vampirismus erdet und auf eine menschlich-emotionale Facette hin unterbricht“, sagte Koch. Es gehe um „die Angst vor dem Unbekannten, dem Nicht-Sichtbaren, vor dem, was buchstäblich im Schatten liegt. Und was das mit uns macht.“

Auch Sabine Postel fand es reizvoll, in einem Krimi mit Gruselelementen mitzuspielen. „Das ist klasse, wenn man den Zuschauer auch ein bisschen verwirrt und das in dieses Genre einkleidet.“ Obwohl der Film im ersten Moment als Gruselfilm daherkomme, habe er mit dem Thema Lichtkrankheit durchaus einen realistischen Hintergrund. Privat schaut Postel nicht so gerne Horrorfilme. „Ich bin ja nun auch so ein Schisser. Und ich habe mich nie gerne gegruselt.“

Zum Thema

„Tatort: Blut“, an diesem Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten

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Das ist neu bei den aktuellen Tatort-Teams

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  • Nach einer vergleichsweise kurzen Sommerpause geht es beim beliebtesten TV-Format der Deutschen mit neuem Stoff weiter. Was in den kommenden Monaten zu erwarten ist: Neuanfänge, Abschiede, außergewöhnliche Fälle oder Orte - ein Überblick nach Teams

    Foto: Daniel Reinhardt
  • SCHWEIZ: Viel Neues aus der Schweiz ist zu erwarten in den kommenden Monaten. Eröffnet wird die Saison mit einem sogenannten One-Shot-„Tatort“ aus Luzern. Beim Krimi „Die Musik stirbt zuletzt“ handelt es sich um einen am Stück - also ohne Schnitt - gedrehten Echtzeit-„Tatort“. Inszeniert hat ihn Filmemacher Dani Levy („Alles auf Zucker!“). Es geht um einen Mord während eines Benefizkonzerts im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL). Der Film vom 5. August ist der viertletzte „Tatort“ aus Luzern mit Stefan Gubser und Delia Mayer alias Reto Flückiger und Liz Ritschard. 2019 ist dann nach acht Jahren und 17 Filmen Schluss mit dem aktuellen Team. Neue „Tatort“-Stadt wird ab 2020 laut Schweizer Fernsehen Zürich - eine Metropole mit Institutionen wie dem Fußballverband Fifa, die zudem als Banken-, Kultur-, Party- und Nachtleben-Zentrum bekannt ist.

    Foto: SYSTEM
  • WEIMAR: Wie im Schweizer „Tatort“ Anfang August geht es auch am 26. August im neuen MDR-Krimi mit Nora Tschirner und Christian Ulmen um Giftmord. Er heißt „Die robuste Roswita“ - wie eine Kartoffelsorte.

    Foto: Sebastian Kahnert
  • KIEL: Nach dem Ausstieg der Schauspielerin Sibel Kekilli bekommt der schleswig-holsteinische NDR-Ermittler Axel Milberg alias Borowski nach der Sommerpause die Schauspielerin Almila Bagriacik als operative Fallanalytikerin Mila Sahin an seine Seite. Der erste Fall mit ihr heißt „Borowski und das Haus der Geister“ (2.9.).

    Foto: Axel Heimken
  • BERLIN: Im kommenden RBB-Fall aus der deutschen Hauptstadt - „Tiere der Großstadt“ (16.9.) - gibt es eine Premiere in Sachen Mörder. Nachdem 1987 zum Beispiel schon ein Elefant im Hamburger „Tatort“ jemanden umbrachte („Tod im Elefantenhaus“), gerät jetzt wieder etwas Anderes als ein Mensch unter Verdacht, nämlich ein Roboter. Das Ganze passt zum Thema Künstliche Intelligenz, das diese Saison recht oft vorkommt. Die Musik kommt von Klangkünstler Nils Frahm („Victoria“).

    Foto: ARD
  • DORTMUND: Nach dem Ausstieg von Stefan Konarske ist Rick Okon der Neue im Ruhrgebiets-Team des WDR. Seinen Einstand als Jan Pawlak hatte der Schauspieler im Februar in einer Gastrolle als verdeckter LKA-Ermittler. Ab dem kommenden Film ist er fest dabei.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • GÖTTINGEN: Neue Partnerin und neuer Einsatzort für Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) ist Göttingen, die Uni-Stadt im Süden Niedersachsens, in der die Filmfigur auch einst studierte. Die Kommissarin wurde strafversetzt vom Landeskriminalamt Hannover zur dortigen Polizeidirektion. An der Seite der beliebten NDR-Ermittlerin, die nur noch einmal im Jahr mit einem neuen Film zu sehen ist, spielt die nächsten Krimis die Deutsch-Uganderin Florence Kasumba mit. Die Konstellation biete viel Raum für Wendungen, sagte Furtwängler anlässlich der Dreharbeiten. „So verschieden wir auch sein mögen, so verbindet uns doch Eigensinn und Selbstbewusstsein.“ Lindholm bekommt auch einen neuen Lover.

    Foto: Swen Pförtner
  • KASSEL: Das Frankfurter Duo Janneke und Brix (Margarita Broich und Wolfram Koch) vom Hessischen Rundfunk (hr) ermittelt bald in einem Fall im nordhessischen Kassel. Der Stiefsohn eines Fernseh-Talkers wurde getötet und zerstückelt. Ausgestrahlt werden soll der Kassel-Krimi aber erst in der zweiten Jahreshälfte 2019.

    Foto: Daniel Reinhardt
  • NOCHMAL HESSEN: Vorher - wahrscheinlich Ende 2018 - kommt der nächste „Tatort“ mit Ulrich Tukur. In „Murot und das Murmeltier“ (Anspielung auf die 25 Jahre alte US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray) durchlebt Ermittler Murot einen Tag sieben Mal.

    Foto: Marius Becker
  • FRANKEN: Die Mordkommission Franken - also das Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) - bekommt es in ihrem fünften Fall 2019 mit einer Mordserie zu tun: In Bayreuth wird jede Stunde ein Mensch erschossen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Drehen ließ der BR auch im berühmten Wagner-Festspielhaus.

    Foto: ARD
  • SCHWARZWALD: Beim dritten Schwarzwald-„Tatort“ des SWR ist Hans-Jochen Wagner alias Kommissar Friedemann Berg wegen Krankheit nicht dabei. Er soll aber zurückkehren. An der Seite von Eva Löbau als Franziska Tobler ist stattdessen vorübergehend Carlo Ljubek als ihr Freiburger Kollege Luka Weber im Einsatz. Im neuen Krimi geht es um den Mord an einer 17-Jährigen und ihrem Tennislehrer.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • MÜNSTER: Fans des mit Abstand beliebtesten „Tatort“-Teams - Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) - müssen sich gedulden. Der eigentlich übliche zweite Fall des Jahres fällt diesmal aus. Also: Diesen Herbst kommt kein neuer Film. Dafür aber könnte es 2019 sogar drei neue Münster-Krimis vom WDR geben.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • STUTTGART: Auch Stuttgart-Fans bekommen dieses Jahr nur einen Fall - er kommt im Herbst. Der SWR-Film „Der Mann, der lügt“ erzählt seine Geschichte aus Verdächtigen-Sicht. Der Zuschauer erfährt die Ermittlungsergebnisse nur scheibchenweise. Besonders spannend.

    Foto: Stephanie Schweigert
  • HAMBURG: Auch wenn es quotentechnisch zuletzt nicht gut lief für Til Schweigers NDR-Krimis, wird weitergemacht. Allerdings nicht mehr mit dem bisherigen Regisseur (Christian Alvart) und Autor (Christoph Darnstädt), sondern mit den Machern vom Rostocker „Polizeiruf 110“ („Für mich übrigens der beste „Tatort!““, Zitat Schweiger in der „Bild am Sonntag“). Ab dem sechsten Fall mit Tschiller ist also unter anderem Eoin Moore verantwortlich.

    Foto: Nik Konietzy
  • DRESDEN: Nach dem Ausstieg von Alwara Höfels beim sächsischen MDR-Krimi spielt bald - zu sehen ab 2019 - an der Seite von Karin Hanczewski und Martin Brambach die Schauspielerin Cornelia Gröschel mit. Im Gegensatz zu Höfels ist sie sogar gebürtige Dresdnerin.

    Foto: MDR/Andreas Wünschirs
  • SAARLAND: Wie bereits bekannt, beenden der SR und Devid Striesow alias Stellbrink ihre Zusammenarbeit. Noch eine Folge - der dann siebte Fall - kommt im Januar 2019. Ein neues Team ist in Arbeit.

    Foto: Manuela Meyer
  • BREMEN: Die Schauspieler Sabine Postel und Oliver Mommsen hören bekanntlich 2019 auf - nach dann 34 gemeinsamen Auftritten. Nur noch zwei Fälle mit Kommissarin Inga Lürsen und Kollege Nils Stedefreund kommen. Radio Bremen will ein neues „Tatort“-Team präsentieren.

    Foto: Carmen Jaspersen

 

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