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Tatort: Blut

Nur ein Wort kommt über die Lippen der verstörten Augenzeugin: Vampir. Der vorletzte Fall der Bremer «Tatort»-Kommissare lässt einem das Blut in den Adern gefrieren.

Sonntag, 28.10.2018, 00:01 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 28.10.2018, 00:01 Uhr
Die Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) ermitteln zum vorletzten Mal gemeinsam.
Die Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) ermitteln zum vorletzten Mal gemeinsam. Foto: Christine Schröder

Bremen (dpa) - Wer sich am Sonntagabend im Ersten den neuen Bremer «Tatort» anschauen möchte, sollte neben der Chipstüte auch Holzpflock, Kruzifix und Knoblauchknolle bereitlegen. Denn in dem Streifen «Blut» sind die Vampire los.

Der Grusel-Krimi (20.15 Uhr) ist der vorletzte Fall des Ermittlergespanns Inga Lürsen ( Sabine Postel ) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen).

Eingangs bekommen es die Kommissare mit einer blutleeren Leiche zu tun. Der Hals der jungen Frau ist regelrecht zerfetzt. Und es bleibt nicht bei diesem einen Bissopfer. Ins Visier der Ermittler geraten Wolf Harding (Cornelius Obonya) und seine lichtscheue, ambivalente Tochter Nora, gespielt von Lilith Stangenberg. Diese sorgt für die Schockmomente des Films.

«Vampir ist eine alte Traumrolle von mir», sagte Stangenberg nach der Pressevorführung in einem Bremer Kino. Gereizt habe sie aber vor allem Noras Polarität. «Die größte Herausforderung war tatsächlich diese innere Dramatik der Figur, diese tragische Geschichte glaubhaft zu erspielen.»

Die meisten Szenen spielen nachts, in einsamen Parks und menschenleeren Straßen. Wer sich auf den Grusel einlässt, wird seine Gänsehautmomente erleben. Zwischendurch durchbricht immer mal wieder ein Augenzwinkern die Düsternis.

Das Drehbuch stammt von Philip Koch, der auch Regie führte. «Ich arbeitete schon seit längerem an der Idee für einen Spielfilm, der das übernatürlich aufgeladene Thema Vampirismus erdet und auf eine menschlich-emotionale Facette hinunterbricht», sagte Koch. Es gehe um «die Angst vor dem Unbekannten, dem Nicht-Sichtbaren, vor dem, was buchstäblich im Schatten liegt. Und was sie mit uns macht.»

Auch Sabine Postel fand es reizvoll, in einem Krimi mit Gruselelementen mitzuspielen. «Das ist klasse, wenn man den Zuschauer auch ein bisschen verwirrt und das in dieses Genre einkleidet», sagt Sabine Postel. Obwohl der Film im ersten Moment als Gruselfilm daherkomme, habe er mit dem Thema Lichtkrankheit durchaus einen realistischen Hintergrund. Privat schaut Postel nicht so gerne Horrorfilme. «Ich bin ja nun auch so ein Schisser. Und ich habe mich nie gerne gegruselt», sagt sie.

Im Zuge der Ermittlung behält sie als Kommissarin Lürsen einen kühlen Kopf, ihren Kollegen hingegen verschlägt es körperlich wie geistig immer mehr nach Transsylvanien. «Die Fantasie und das Gehirn kann einen so um die Ecke bringen und so verführen und so irreführen, dass sowas möglich sein kann», sagt Mommsen. Von sich selbst sagt er: «Ich grusel mich gerne, aber ich erschrecke mich ungerne.»

Der dann letzte «Tatort» (Titel: «Wo ist nur mein Schatz geblieben?») mit dem Gespann Lürsen/Stedefreund ist im Ersten fürs erste Halbjahr 2019 geplant.

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