„Tatort“: Anne und der Tod
Täter und Opfer zugleich

Todesengel oder Unschuldslamm? Der neue "Tatort" aus Stuttgart spielte mit den Emotionen der Zuschauer. Im Mittelpunkt stand eine überforderte Altenpflegerin.

Montag, 20.05.2019, 08:28 Uhr aktualisiert: 20.05.2019, 08:37 Uhr
Im Haus des Ehepaars Hinderer kniet Altenpflegerin Anne (Katharina Marie Schubert) vor ihrem Patienten Christian (Christoph Bantzer). 
Im Haus des Ehepaars Hinderer kniet Altenpflegerin Anne (Katharina Marie Schubert) vor ihrem Patienten Christian (Christoph Bantzer).  Foto: dpa

Eine überforderte Altenpflegerin stand im Zentrum des neuesten Stuttgarter „Tatort“. Darin wurden die Kommissare mit dem Tod zweier bettlägeriger Männer konfrontiert, die von Anne Werner ( Katharina Marie Schubert ) betreut worden waren.

Der Fall hatte Züge eines Dramas. Denn die Verdächtige war von Anfang an gefunden und musste sich einem Verhör unterziehen. Die vermeintliche Täterin hatte auf jede Frage eine plausible Antwort. Als Zuschauer war man sich nicht sicher, ob Anne nun ein Todesengel oder Unschuldslamm war.

Zeitsprünge und Emotionen

Dies lag vor allem an Katharina Marie Schubert, die die Pflegerin als sympathische alleinerziehende Mutter mit Problemen verkörperte. Anhand von Zeitsprüngen und geschickt gegeneinander geschnittenen Szenen entstand zwar immer mehr der Eindruck, dass sie für den Tod der beiden Männer verantwortlich war, gleichzeitig fühlte man aber mit ihr. So spielten Regisseur Jens Wischnewski und sein Filmteam immer wieder mit den Emotionen der Zuschauer.

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