Sonntagskrimi
Die Münchner machen auf Münster: Surfer-„Tatort“ aus Bayern

München -

Er hatte eine Dreiecksbeziehung und schrieb mal Gedichte. Der neue Münchner „Tatort“ steigt tief ein in die Vergangenheit von Kommissar Franz Leitmayr. Viel zu tief.

Sonntag, 26.05.2019, 16:21 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 16:31 Uhr
Sonntagskrimi: Die Münchner machen auf Münster: Surfer-„Tatort“ aus Bayern
Die Kriminalhauptkommissare Franz Leitmayr (l, Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) sind bei ihren Ermittlungen im Tatort "Die ewige Welle" an der Eisbach-Welle nicht immer einer Meinung. Foto: BR/Wiedemann & Berg Television GmbH & Co. KG/Hendrik Heiden

Nazaré, Portugal 1984. Drei junge, attraktive Menschen wälzen sich nackt und lachend am Strand, umspült von der Meeresbrandung. Was diese fast poetischen Bilder mit dem neuen Münchner „Tatort“ zu tun haben, verrät zunächst nur die markante Nase des Einen. Denn es handelt sich um Franz Leitmayrs (Udo Wachtveitl) 35 Jahre jüngeres Alter-Ego. Schon die ersten paar Minuten der neuen Episode des ARD-Krimiklassikers mit dem Titel „Die ewige Welle“ (26. Mai, am Tag der Europawahl fünf Minuten später um 20.20 Uhr) zeigen also: Diesmal wird's persönlich in München.

Denn die Geschichte geht Jahrzehnte später weiter - allerdings in weniger einladender Atmosphäre als damals unter portugiesischer Sonne. In einem grauen Münchner Krankenhauszimmer sehen Leitmayr und Mikesch (Andreas Lust), der Kumpel von einst, sich wieder. Denn Mikesch ist Opfer eines Verbrechens geworden. In einem düsteren Tunnel des Isar-Radweges wurde er von einem Junkie niedergestochen.

Batic ist irritiert

Er war auf dem Heimweg vom Surfen auf der Eisbachwelle. Mikesch ist im Gegensatz zum spießig und Polizist gewordenen Leitmayr seinem freigeistigen Ich von damals selbstverständlich treu geblieben. „Bin ich schon tot?“ sind seine ersten Worte, als Leitmayr und sein Kollege Ivo Batic (Miroslav Nemec) sich als Ermittler der Mordkommission vorstellen. Lustiger wird es leider nicht in dieser Folge.

München-Tatort: Die ewige Welle

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  • Von links: Die jungen Freunde Mikesch Seifert (Jonathan Müller), Frida de Kuyper (Giulia Goldammer) und Franz Leitmayr (Sören Wunderlich) erwachen gemeinsam am Strand von Nazaré (Portugal, 1984).

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  • Von links: Die jungen Freunde Frida de Kuyper (Giulia Goldammer), Franz Leitmayr (Sören Wunderlich) und Mikesch Seifert (Jonathan Müller) freuen sich darüber, am Strand von Nazaré zu sein (Portugal, 1984).

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  • Von links: Die Kriminalhauptkommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) sind am alten Industriegelände angekommen, wo sie einen Verdächtigen vermuten.

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  • Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) verliert sich in seinen Erinnerungen an die Zeit in Nazaré.

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  • Von links: Reja Shaban (Pero Radicic) kommt mit seinem Schläger Anatoli Tschuprinov (Roman Kanonik) auf dem alten Industriegelände an. Er kommt, um klare Verhältnisse zu schaffen.

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  • Von links: Mikesch Seifert (Andreas Lust) verkündet seinem Gesprächspartner am Telefon gute Nachrichten. Heinrich (Michael Tregor) fährt mit seinem klapprigen Fahrrad neben ihm her.

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  • Mikesch Seifert (Andreas Lust) ist verwundet, doch er muss sein Gepäck zum Zielort bringen.

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  • Die Kriminalhauptkommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, links) und Ivo Batic (Miroslav Nemec, rechts) sind bei Gerichtsmediziner Dr. Matthias Steinbrecher (Robert Joseph Bartl, Mitte) in der Pathologie, um mehr über die Todesursache eines toten Junkies zu erfahren.

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  • Von links: Kriminalkommissar Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) wundert sich, als er in einer Bar auf Kriminalhauptkommissar Franz Leimayr (Udo Wachtveitl) trifft.

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  • Robert Kraut (Surferdouble Simon Strangfeld, im Vordergrund) surft souverän ein paar Turns auf der stehenden Welle am Eisbach. Mikesch Seifert (Andreas Lust, mittig im Hintergrund, umgeben von Komparsen) beobachtet stolz seinen Schützling und applaudiert ihm.

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  • Von links: Kriminalhauptkommissar Ivo Batic (Miroslav Nemec) entdeckt Werner Krauts (Klaus Stiglmeier) kleine Hanfplantage in der Abstellkammer.

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  • Von links: Die Kriminalhauptkommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) sitzen gemeinsam am Flaucher an der Isar. Leitmayr erzählt Batic von seiner Zeit mit Frida und Mikesch in Nazaré.

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  • Mikesch Seifert (Andreas Lust) versucht Verena (Lena Baader) dazu zu bringen, ihm Unterschlupf für die Nacht zu bieten. Sie ist von der Idee wenig begeistert.

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  • Von rechts: Reja Shaban (Pero Radicic) ist gerade mit seinem Schläger Anatoli Tschuprinov (Roman Kanonik) auf dem alten Industriegelände angekommen. Er will klare Verhältnisse schaffen.

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  • Heinrich (Michael Tregor) radelt mit seinem klapprigen Fahrrad über die Wiese des alten Industriegeländes.

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  • Von rechts: Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) will von seinem ehemaligen Freund Mikesch Seifert (Andreas Lust) wissen, was eigentlich vor sich geht. Doch dieser schweigt.

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  • Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) schwelgt in alten Erinnerungen - er war schon früher in dieser Bar.

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  • Von rechts: Anatoli Tschuprinov (Roman Kanonik) setzt an, um Mikesch Seifert (Andreas Lust) einen Denkzettel zu verpassen, doch sein Boss Reja Shaban (Pero Radicic) stoppt ihn.

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  • Verena (Lena Baader) arbeitet als Barkeeperin.

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  • Mikesch Seifert (Andreas Lust) mit seinem Surfbrett an der Eisbachwelle.

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  • Mikesch Seifert (Andreas Lust) flieht über ein Vordach unbemerkt aus dem Krankenhaus.

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  • Robert Kraut (Justus Johanssen, links) ist an der Reihe am Eisbach zu surfen. Er ist angespannt, denn er will die Welle am Eisbach reiten wie ein Profi. Mikesch Seifert (Andreas Lust, hinten rechts) beobachtet seinen Schüzling.

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  • Der junge Franz Leitmayr (Sören Wunderlich) schreibt am Strand von Nazaré Gedichte (Portugal, 1984).

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  • Svenja (Genija Rykova) überbringt gute Nachrichten.

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  • Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Frida (Ellen ten Damme) müssen nach Jahrzehnten, in denen sie sich nicht gesehen haben, wieder miteinander sprechen.

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  • Von links: Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) befragt seinen alten Freund Mikesch Seifert (Andreas Lust) zum Hergang des Überfalls, bei dem Mikesch verletzt wurde. Beide sind überrascht, sich unter diesen Umständen wiederzutreffen.

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  • Mikesch Seifert (Andreas Lust. links) wird von Anatoli Tschuprinov (Roman Kanonik) in seiner Wohnung bedroht, als die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec, im Hintergrund links) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, im Hintergrund rechts) einschreiten.

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  • Von links: Die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) raufen sich um Leitmayrs altes Notizbuch, in dem er damals in Nazaré unter dem Namen "Francisco" seine Gedichtsammlung "Brackwasser" festgehalten hat.

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  • Die junge Frida de Kuyper (Giulia Goldammer, links) aktiviert den Selbstauslöser der Kamera, um sich gemeinsam mit ihren Freunden Mikesch Seifert (Jonathan Müller, mittig) und Franz Leitmayr (Sören Wunderlich, rechts) in Nazaré abzulichten (Portugal, 1984).

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  • Die junge Frida de Kuyper (Giulia Goldammer) am Strand von Nazaré (Portugal, 1984).

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  • Von links: Frida (Ellen ten Damme) lackiert gerade einen Stuhl, als die Kriminalhauptkommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) mit ihr sprechen möchten.

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  • Von rechts: Mikesch Seifert (Andreas Lust) läuft vor seinem alten Freund, Kriminalhauptkommissar Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), der mit ihm reden will, davon.

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  • Von links: Mikesch Seifert (Andreas Lust) macht seiner Tochter Maya (Luise Aschenbrenner) Versprechungen.

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  • Der junge Surfer Mikesch Seifert (Jonathan Müller) am Strand von Nazaré (Portugal, 1984).

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Vor allem Batic ist von Mikesch irritiert. Es wundert ihn nicht nur, dass Leitmayr einmal so eng mit so einem Vogel befreundet war - er fragt sich auch, warum dieser Vogel nach der fast tödlichen Attacke auf ihn nicht mit der Polizei kooperieren will. Er haut sogar schwer verletzt aus dem Krankenhaus ab. Die Antwort: Mikesch kannte den Junkie, macht in Drogen und wittert bei einem neuen Deal das große Geld. Da kann er die Polizei nicht gebrauchen.

Ist Leitmayr etwa Vater?

Als Mikeschs Angreifer nach einer Überdosis tot gefunden wird, hätte der Fall für die Mordkommission eigentlich abgeschlossen sein müssen. Doch weil neben dem Junkie ein Mittel gefunden wird, das Mikesch auch in seiner Wohnung hatte, bleiben sie dran. Warum sie das tun und nicht die Drogenfahnder, ist eins der kleinen Geheimnisse dieses kruden Films.

Zwischendurch trifft Leitmayr natürlich auch die schöne Frau von damals, Frida (Ellen ten Damme) wieder. Die hat einen Sohn, der ziemlich genau neun Monate nach dem Portugal-Intermezzo auf die Welt kam. Ist Leitmayr etwa Vater? Diese Frage und die Erinnerung an Leitmayrs freigeistiges, künstlerisch fragwürdige Gedichte schreibendes Ich überlagert dann die eigentliche Geschichte, in der Mikesch sich als der manipulative Versager-Typ entpuppt.

Eisbachsurfer nur Kulisse

„Als Kriminalgeschichte hat mich der Tatort nicht gerade umgehauen. Die Geschichte wird aber ganz atmosphärisch erzählt“, sagt der Betreiber der Expertenseite „Tatort-Fundus“, François Werner. „Trotzdem stört es mich zunehmend, dass die persönliche Vergangenheit einer Ermittlerfigur so oft und so breit in den Vordergrund gerückt wird. Das ist schon sehr weit von der Realität entfernt, wenn ein Ermittler persönlich so verstrickt und damit befangen ist.“

Warum diese beiden Geschichten überhaupt so beliebig miteinander verknüpft werden, ist ein weiteres Geheimnis der Drehbuchschreiber Alex Buresch und Matthias Pacht, die auch schon für den an die Geschichte des Gaddafi-Sohnes angelehnten, guten Münchner „Tatort - Der Wüstensohn“ verantwortlich waren - es also eigentlich besser wissen müssten.

Ärgerlich sind auch Szenen, die sich womöglich am Münster-„Tatort“ orientieren und witzig sein sollen. Wenn Batic sich auf dem Seziertisch massieren lässt und der Handlanger des Drogen-Bosses dem alten Mann erst die Finger bricht und dann pustet, weil es wehtut, ist das nur unfreiwillig komisch. Auch der Titel „Die ewige Welle“ ist eher irreführend. Die Eisbachsurfer, inzwischen eine Münchner Touristenattraktion wie Marienplatz und Frauenkirche, bilden in diesem Film leider nicht mehr als die Kulisse für einen unausgegorenen „Tatort“.

Tatort 2019: Ein Überblick über alle Teams

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  • Dorn und Lessing (WEIMAR): Vor vier Jahren haben sie schon einmal den Neujahrs-„Tatort“ gestellt, 2019 sind Christian Ulmen und Nora Tschirner wieder dran. „Der höllische Heinz“ heißt der Auftakt ins neue „Tatort“-Jahr. Im Herbst kommt laut MDR dann ein zweiter Fall für das stets in Wortgefechte verwickelte Ermittler-Pärchen.

    Foto: Anke Neugebauer
  • Ballauf und Schenk (KÖLN): Die Hauptkommissare Max Ballauf und Freddy Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) sorgen stets für gute Einschaltquoten. Drei Fälle gibt es wieder laut WDR. Los geht es mit dem Fall „Weiter, immer weiter“ am 6. Januar, der mit einem tödlichen Straßenbahnunfall beginnt. Oder war die russische Mafia im Spiel?

    Foto: Martin Valentin Menke
  • Eisner und Fellner (WIEN): Beim Austro-„Tatort“ werden pro Jahr abwechselnd zwei oder drei Filme gezeigt, 2019 sollen es laut ORF wieder drei sein. Los geht es mit dem Fall „Wahre Lügen“ (13. Januar), in dem im Wolfgangsee eine erschossene deutsche Journalistin gefunden wird, die zuletzt an einer Geschichte über illegale Waffengeschäfte arbeitete. Es ist der 20. Fall mit Adele Neuhauser, die seit 2011 an der Seite von Harald Krassnitzer mitspielt. Krassnitzer als Moritz Eisner ist jetzt schon 20 Jahre dabei.

    Foto: Hubert Mican
  • Faber, Bönisch, Dalay und Pawlak (DORTMUND): Vom Ruhrgebietskrimi mit den Schauspielern Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel und Rick Okon gibt es wieder zwei Krimis, laut WDR beide wohl in der ersten Jahreshälfte. Im ersten Fall mit dem Titel „Zorn“ (20. Januar) geht es um einen erschossenen früheren Bergmann. Im anderen Fall nehmen die Kommissare Ermittlungen in einer Klinik auf, nachdem eine Ärztin dort in der Notaufnahme unter einer Plastiktüte erstickte.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Stellbrink und Marx (SAARBRÜCKEN): Devid Striesow als Ermittler Jens Stellbrink hört auf. Der achte und letzte Fall namens „Der Pakt“ kommt am 27. Januar. Ein neues saarländisches Team mit fünf Ermittlern ist laut SR in Arbeit und soll „spätestens Mitte März“ vorgestellt werden.

    Foto: Manuela Meyer
  • Lindholm (HANNOVER): Maria Furtwänglers Figur wird strafversetzt vom LKA in Hannover zur Polizei in Göttingen. In den nächsten Krimis spielt Florence Kasumba mit, die auch schon in Hollywood im Actionfilm „Black Panther“ mitwirkte. Spät, aber immerhin: PoC-Power (People of Color) im beliebtesten TV-Format Deutschlands. Einstand der neuen Figur Anaïs Schmitz ist laut NDR am 3. Februar.

    Foto: NDR
  • Murot (WIESBADEN): Der nächste „Tatort“ mit Ulrich Tukur kommt laut HR wahrscheinlich am 17. Februar. In „Murot und das Murmeltier“ von Dietrich Brüggemann (Anspielung auf die US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von 1993, mit Bill Murray) durchlebt der Ermittler einen Tag mehrere Male. Der Film gewann schon vor TV-Ausstrahlung den Filmkunstpreis beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen.

    Foto: Boris Roessler
  • Thiel und Boerne (MÜNSTER): Fans des beliebtesten „Tatort“-Teams - Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) - mussten sich 2018 mit nur einem einzigen Fall begnügen. 2019 soll es aber sogar drei neue Münster-Krimis geben, wie es vom WDR heißt: „einer voraussichtlich im März und zwei im Herbst/Winter“. In einem der Krimis wird morgens eine Tote gefunden, die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) zum Verwechseln ähnlich sieht. Außerdem gibt es einen Film, der in der Weihnachtszeit spielt.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Lürsen und Stedefreund (BREMEN): Die Schauspielerin Sabine Postel und ihr Kollege Oliver Mommsen hören auf. Postel ist nach 21 Jahren recht offen und kritisierte in der Programmzeitschrift „Auf einen Blick“ die hohe Ermittlerzahl beim „Tatort“: „Heute will offenbar fast jede Stadt ein Ermittlerpaar haben. Das finde ich problematisch.“ Der Abschiedsfilm von Kommissarin Inga Lürsen und Kollege Nils Stedefreund, „Wo ist nur mein Schatz geblieben?“, wird laut Radio Bremen wahrscheinlich „im ersten Quartal“ gesendet. Bis ein neues Team verkündet wird, brauche es „noch ein bisschen Zeit“.

    Foto: Christine Schröder
  • Janneke und Brix (FRANKFURT): Das Schauspielerduo Margarita Broich und Wolfram Koch ermittelt in einem Fall im nordhessischen Kassel. Der Stiefsohn eines TV-Talkers wurde getötet und zerstückelt. Der Film „Das Monster von Kassel“ kommt laut HR wohl Anfang April.

    Foto: Bettina Müller
  • Rubin und Karow (BERLIN): Das Hauptstadt-Team Rubin und Karow (Meret Becker und Mark Waschke) soll einmal im Frühjahr und einmal im Spätherbst zu sehen sein, wie es vom RBB heißt. Im einen Fall („Der gute Weg“) wird ausgerechnet Rubins Sohn Tolja (Jonas Hämmerle) in eine Schießerei involviert, als er gerade ein Praktikum bei der Streife absolviert. Im anderen Fall („Das Leben nach dem Tod“) wird ausgerechnet ein rätselhafter Nachbar von Karow tot aufgefunden.

    Foto: Gordon Muehle
  • Winkler, Gorniak und Schnabel (DRESDEN): Nach dem Ausstieg von Alwara Höfels bekommen Karin Hanczewski und Martin Brambach die 31 Jahre alte Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler an ihre Seite. In ihrem ersten Fall wird ein Serienmörder gejagt.

    Foto: Monika Skolimowska
  • Berg und Tobler (SCHWARZWALD): Nachdem beim dritten Schwarzwald-„Tatort“ Hans-Jochen Wagner alias Kommissar Friedemann Berg wegen Krankheit nicht dabei sein konnte, ist er beim Film Nummer vier 2019 wieder an Bord. Der Film „Für immer und dich“ kommt laut SWR „im ersten Halbjahr“.

    Foto: Alexander Kluge
  • Flückiger und Ritschard (LUZERN): In Luzern ist Zeit des Abschieds. Noch zwei Filme des aktuellen Teams kommen - im Frühjahr und im Herbst. Dann ist nach acht Jahren und 17 Filmen Schluss. Neue „Tatort“-Stadt wird ab Herbst 2020 Zürich. Verkündet wird das neue Züri-Team wahrscheinlich Anfang 2019, gedreht wird aber laut Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) erst Ende 2019 und Anfang 2020.

    Foto: Daniel Winkler
  • Batic und Leitmayr (MÜNCHEN): Die ergrauten Quotengaranten vom BR, Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, kommen wieder mit drei Fällen. Im Film „Die ewige Welle“ ermitteln sie zum Beispiel an der bekannten Eisbach-Welle im Englischen Garten, im Krimi „One Way Ticket“ geht es um eine Schmugglerbande, die mit harmlos wirkenden Rentnern operiert.

    Foto: Hendrik Heiden
  • Voss, Ringelhahn, Goldwasser, Fleischer und Schatz (FRANKEN): Das seit 2015 einmal jährlich im Frühling ermittelnde BR-Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) hat es diesmal mit einer Mordserie zu tun: In Bayreuth wird jede Stunde ein Mensch erschossen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Gedreht wurde „Ein Tag wie jeder andere“ auch im Wagner-Festspielhaus.

    Foto: ARD
  • Falke und Grosz (HAMBURG/NORDDEUTSCHLAND): „Voraussichtlich im Frühjahr und am Ende des Jahres“ kommen laut NDR zwei Hamburger Fälle mit den Schauspielern Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz. In einem der Krimis schießt ein Heckenschütze auf einem Autohof auf einen Lkw-Fahrer und flieht unerkannt.

    Foto: Christine Schroeder
  • Borowski und Sahin (KIEL): Der Schleswig-Holstein-„Tatort“ mit Axel Milberg und Almila Bagriacik ist 2019 laut NDR nur einmal zu sehen, „im Frühjahr“, wie es heißt. Zwei Krimis seien „aus programmplanerischen Gründen leider nicht zu realisieren“.

    Foto: ARD/NDR
  • Lannert und Bootz (STUTTGART): Zwei Fälle aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt stehen an. Im einen Fall verdächtigen die beiden Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz (Richy Müller und Felix Klare) eine Altenpflegerin, Patienten umgebracht zu haben („Anne und der Tod“). Im zweiten Fall „Hüter der Schwelle“, inszeniert von Piotr Lewandowski („Götter wie wir“), geht es um einen mutmaßlichen Ritualmord auf einem Bergplateau vor den Toren Stuttgarts.

    Foto: Lino Mirgeler
  • Odenthal und Stern (LUDWIGSHAFEN): 2019 ist Ulrike Folkerts als dienstälteste Kommissarin Lena Odenthal 30 Jahre beim „Tatort“ dabei. Erst kommt ein Fall mit dem Titel „Maleficius“. Zum Jubiläum im Herbst gibt es dann einen Film, der noch gedreht werden muss. Laut SWR nimmt er auf den dritten Fall der Kommissarin aus dem Jahr 1991 Bezug: „Tod im Häcksler“. Ben Becker, der darin einen Polizeimeister namens Stefan Tries spielte, soll auch wieder dabei sein. Der Film damals (Regie: Nico Hofmann) führte zu Protesten, weil sich Pfälzer als arg provinziell dargestellt sahen.

    Foto: Sabine Hackenberg
  • Berlinger: Unklar ist, ob und wie es mit Kommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) weitergeht, nachdem sie bislang zweimal als Oster-Special (Ostermontag) lief - einmal 2016 („Fünf Minuten Himmel“ in Freiburg) und einmal 2018 („Zeit der Frösche“ in Mainz). „Momentan sind keine Folgen konkret in Planung“, heißt es vom SWR.

    Foto: Ziegler Film
  • Tschiller und Gümer (HAMBURG): Auch wenn es quotenmäßig zuletzt für Til Schweiger schlecht lief, geht es weiter. Allerdings nicht mehr mit Regisseur Christian Alvart und Autor Christoph Darnstädt, sondern mit Eoin Moore als Regisseur sowie Anika Wangard und Eoin Moore als Drehbuchautoren. Sie machten schon mehrmals den Rostocker „Polizeiruf 110“, den Schweiger eh für den besten „Tatort“ hält. „Geplant ist der Dreh für 2019, die Ausstrahlung ist 2020 angestrebt.“

    Foto: Gordon Timpen
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