„Guidos Masterclass“ mit Star-Designer Guido Maria Kretschmer bei Vox
Wettbewerb ohne Firlefanz

Das Castingformat heißt hier etwas hochgestochen Com-petition. Aber es geht ja auch nicht um Gesang oder Model-Qualitäten, sondern um Mode-Design. Weshalb es in dieser Sendung auch nicht heißt: „Ich habe leider kein Foto für Dich“. Nein, Guido Maria Kretschmer nennt die drei Finalisten ohne Firlefanz beim Namen, die nun bei „Guidos Masterclass“, dem jüngsten TV-Format des Star-Designers beim Privatsender Vox, auf ein Preisgeld von 50 000 Euro und auf die einjährige fachliche Unterstützung ihres Mentors Kretschmer hoffen dürfen.

Dienstag, 28.05.2019, 17:14 Uhr
Guido Maria Kretschmer im Gespräch mit einer Teilnehmerin der Design-Competition bei Vox. Von zwölf Kandidaten sind nach der jüngsten Folge von „Guidos Masterclass“ drei Finalisten übrig.
Guido Maria Kretschmer im Gespräch mit einer Teilnehmerin der Design-Competition bei Vox. Von zwölf Kandidaten sind nach der jüngsten Folge von „Guidos Masterclass“ drei Finalisten übrig. Foto: Vox

Eigentlich, so schrieb Deutschlands bekannteste TV-Zeitschrift unlängst, sei Kretschmer bei dieser Castingshow, in der er nach talentierten jungen Modeschöpfern sucht, in seinem Element. Dennoch gehe es „beim Nähen zu ernst und zu verbissen zu“. Hier wird widersprechen, wer das jüngste „Halbfinale“ am Montagabend bei Vox gesehen hat (auch wenn es nur 0,83 Millionen Zuschauer waren). Denn dies stand unter dem Mode-Motto „Dandy“ und war sogar recht amüsant, ohne dass Kretschmar, der gebürtige Warendorfer, bissige Kommentare zu den Bildern lieferte, wie er es in seinem Erfolgsformat „Shopping Queen“ (seit 2012 bei Vox) so gerne tut.

Erheiternd sind bei dieser „Masterclass“-Folge die teils verblüfften, teils entsetzten Minen der Meisterschüler, die mit Kretschmer in London das Haus eines waschechten Dandys besuchen – für manche Teilnehmer das „Haus des Schreckens“ mit seiner Überdosis an bizarren Musterkombinationen und Accessoires. Doch zu sehen, welche Inspirationen die Kandidaten – von der Näherin bis zum ausgebildeten Designer – letztlich mit in ihre Nähstuben nahmen, um daraus laut Aufgabe einen individuellen weiblichen Dandy-Look zu kreieren, das war durchaus spannend anzuschauen.

Natürlich fehlt es diesem Format auch nicht an Juroren-Prominenz. Die Schauspielerin Iris Berben war schon da in den vergangenen fünf Folgen, Modedesigner Wolfgang Joop ebenfalls, und in der jüngsten Ausgabe war es Bent Angelo Jensen, selbst bekennender Dandy und auch so gewandet, dessen spontanem Urteil sich der Zuschauer meist schnell anschloss.

Drei Finalisten ziehen nun in die Schlussfolge, und es ist nicht davon auszugehen, dass Kretschmer beim Finale annähernd so ein Theater veranstaltet, wie es Heidi Klum ihren Zuschauern unlängst beim „Germany’s Next Topmodel“-Finale zumutete. Schon dies hebt die „Competition“ aus bekannten Castingformaten heraus.

Zum Thema

Das Finale von „Guidos Master-class“ wird am Montag (3. Juni) um 20.15 Uhr bei Vox ausgestrahlt.

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