Der neue Wien-Tatort
Die menschlichen Abgründe sind tief

Wien -

Pünktlich zur Regierungskrise in Österreich wird auch im Wiener „Tatort“ im politischen Sumpf ermittelt. Bei den Dreharbeiten gab es einen kleinen Zwischenfall - die Qualität des Films leidet darunter aber in keiner Sekunde.

Sonntag, 02.06.2019, 14:27 Uhr aktualisiert: 02.06.2019, 14:41 Uhr
Der neue Wien-Tatort: Die menschlichen Abgründe sind tief
Kommissar Manfred Schimpf (Thomas Stipsits, vorne l) und seine Kollegin Julia Soraperra (Gerti Drassl, vorne r) sowie das Ermittler-Duo Bibi Fellner (Adele Neuhauser, 2.v.r) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer, r). Foto: Hubert Mican/ARD Degeto/ORF/dpa

Die Begriffe Politik und Österreich bilden in diesen Tagen ein schwieriges Paar. Ausgerechnet jetzt gehen auch die Wiener „Tatort“-Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer, 58) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser, 60) wieder einem Fall nach - bei dem wie schon zuletzt Korruption und Vorteilsnahme eine Rolle spielen, politische Abgründe eben. Der „Tatort: Glück allein“ (Sonntag, 2. Juni) um 20.15 Uhr ist der 21. gemeinsame Fall des beliebten Duos und einer, der im Fernsehen schon ein Thema war.

Denn die Spaßvögel von „Verstehen Sie Spaß“ hatten es sich vor einem Jahr zur Aufgabe gemacht, die beiden Schauspieler Krassnitzer und Neuhauser reinzulegen. Erst flog eine Drohne über das Set, dann nervten ein paar Fans, schlussendlich sprang das Auto nicht an. „Das ist ein ganz ein eigener Fall hier“, meckerte Neuhauser, ehe sich ein Mechaniker als „Verstehen Sie Spaß?“-Moderator Guido Cantz entpuppte.

Menschliche Abgründe

Doch zurück zum neuen „Tatort“, der zwar mit Krimi-Humor beginnt (blutiges Fleisch wird grob zu Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ verarbeitet), aber danach nicht viel Gelegenheit zum Lachen gibt: In der Wohnung des Politikers Raoul Ladurner (Cornelius Obonya, 50, „Maria Theresia“) hat es ein Blutbad gegeben, seine Frau ist tot, die zehnjährige Tochter wird schwer verletzt ins künstlichen Koma versetzt.

Wien-Tatort: Glück allein

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  • Von links nach rechts: Das Wiener Ermittler-Duo Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) sowie Kommissarin Julia Soraperra (Gerti Drassl) sprechen mit dem Politiker Cornelius Obonya (Raoul Ladurner), in dessen Haus sich ein Blutbad abgespielt hat.

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican
  • Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) ziehen einen rätselhaften Fall an sich. Um nach einem tödlichen Zwischenfall im Haus eines Spitzenpolitikers zu ermitteln, muss das Duo sogar eine ministerliche Anweisung übergehen. Was zunächst wie ein missglückter Raubüberfall mit Todesfolge aussieht, führt zu verdächtigen Geschäften einer Unternehmerin und zu Familiengeheimnissen der Opfer.

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  • Kommissarin Julia Soraperra (Gerti Drassl) und der Politiker Raoul Ladurner (Cornelius Obonya) sorgen sich um seine schwerverletzte Tochter

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  • Kommissar Manfred Schimpf (Thomas Stipsits, li.) und seine Kollegin Julia Soraperra (Gerti Drassl, vorne)

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  • Von links nach rechts: Raoul Ladurner (Cornelius Obonya), Julia Soraperra (Gerti Drassl), Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer).

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  • Vorne: Kommissar Manfred Schimpf (Thomas Stipsits) und seine Kollegin Julia Soraperra (Gerti Drassl) sowie das Ermittler-Duo Bibi Fellner (Adele Neuhauser, 2. v. re.) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer,re.).

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  • Kommissar Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) verhöhrt die ukrainische Geschäftsfrau Natalia Petrenko (Dorka Gryllus).

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  • Kommissarin Julia Soraperra (Gerti Drassl) und Ernst Rauter (Hubert Kramar).

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  • Kommissarin Julia Soraperra (Gerti Drassl) und ihr Kollege Manfred Schimpf (Thomas Stipsits).

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  • Das Wiener Ermittler-Duo Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser).

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  • Von links nach rechts: Kommissarin Julia Soraperra (Gerti Drassl), Ernst Rauter (Hubert Kramar), Manfred Schimpf, (Thomas Stipsits), Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer).

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  • Das Wiener Ermittler-Duo Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer).

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  • Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer).

    Foto: ARD Degeto/ORF/Hubert Mican

Ladurner gilt als Aufklärer der Alpenrepublik, vermarktet sich selbst als Saubermann, den es nun besonders hart getroffen hat. Dass er genau das nicht ist, ahnt Eisner schnell. Ladurner ist eingebildet, egozentrisch - ein absoluter Unsympath.

„So eine Frau mit Format, ich weiß nicht, wie Du die ersetzen willst“, raunt er seiner Affäre Julia Soraperra (Gerti Drassl, 41, „Der Medicus“) zu. Die Kommissarin soll auf Geheiß des Ministers den Fall aufklären - und nicht das eingespielte Ermittler-Duo.

Doch klar, die beiden bleiben natürlich an dem Fall dran und nehmen eine Ukrainerin ins Visier, die mit Uranhandel und Parteienförderung in Verbindung gebracht wird. Ladurner hatte gegen sie schwere Anschuldigungen erhoben - ist der Mord nun die Rache? Moritz Eisner ist sich da nicht sicher, er verbeißt sich in den psychopathisch wirkenden Politiker. „Wer sind Sie wirklich?“, fragt er ihn - es ist die entscheidende Frage dieses typischen Wiener „Tatorts“.

Korruption und Politskandale

Denn die österreichisch-argentinische Regisseurin Catalina Molina (34, „Landkrimi“) und Drehbuchautor Uli Brée (55, „Vorstadtweiber“ haben in diesen Fall alle Merkmale eines Eisner-Fellner-Tatort gepackt: Politische Mauscheleien bilden den Rahmen, das sich gegenseitig wie ein altes Ehepaar stützende Team wird immer liebenswürdiger, auch wenn es zwischen den beiden regelmäßig kracht. Und natürlich darf eine Informantin aus Bibi Fellners Zeiten bei der Sitte nicht fehlen.

Der ganze Film ist düster angelegt und erinnert an die Wiener „Tatort“-Folge „Wahre Lügen“, die im Januar ausgestrahlt wurde. Auch der neue Fall ist vertrackt und beleuchtet menschliche Abgründe - und damit ist nicht allein der Mord zu Beginn des Films gemeint. Cornelius Obonya als Politiker Ladurner gebührt dabei das Lob für die Darstellung eines Tyrannen, der innerhalb von Sekunden zwischen zu Tode betrübt und angeberisch provozierend wechselt. Das treibt nicht nur Moritz die Zornesröte ins Gesicht.

Dass „Glück allein“ etwas mehr als zwei Wochen nach dem Bekanntwerden des skandalösen Ibiza-Videos ins Fernsehen kommt, das die aktuelle Regierungskrise auslöste, ist vermutlich Zufall. Der sehenswerte Film passt aber gut in eine Zeit, in der Österreich eben auch mit Korruption und Politskandalen in Verbindung gebracht wird.

Tatort 2019: Ein Überblick über alle Teams

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  • Dorn und Lessing (WEIMAR): Vor vier Jahren haben sie schon einmal den Neujahrs-„Tatort“ gestellt, 2019 sind Christian Ulmen und Nora Tschirner wieder dran. „Der höllische Heinz“ heißt der Auftakt ins neue „Tatort“-Jahr. Im Herbst kommt laut MDR dann ein zweiter Fall für das stets in Wortgefechte verwickelte Ermittler-Pärchen.

    Foto: Anke Neugebauer
  • Ballauf und Schenk (KÖLN): Die Hauptkommissare Max Ballauf und Freddy Schenk (Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär) sorgen stets für gute Einschaltquoten. Drei Fälle gibt es wieder laut WDR. Los geht es mit dem Fall „Weiter, immer weiter“ am 6. Januar, der mit einem tödlichen Straßenbahnunfall beginnt. Oder war die russische Mafia im Spiel?

    Foto: Martin Valentin Menke
  • Eisner und Fellner (WIEN): Beim Austro-„Tatort“ werden pro Jahr abwechselnd zwei oder drei Filme gezeigt, 2019 sollen es laut ORF wieder drei sein. Los geht es mit dem Fall „Wahre Lügen“ (13. Januar), in dem im Wolfgangsee eine erschossene deutsche Journalistin gefunden wird, die zuletzt an einer Geschichte über illegale Waffengeschäfte arbeitete. Es ist der 20. Fall mit Adele Neuhauser, die seit 2011 an der Seite von Harald Krassnitzer mitspielt. Krassnitzer als Moritz Eisner ist jetzt schon 20 Jahre dabei.

    Foto: Hubert Mican
  • Faber, Bönisch, Dalay und Pawlak (DORTMUND): Vom Ruhrgebietskrimi mit den Schauspielern Jörg Hartmann, Anna Schudt, Aylin Tezel und Rick Okon gibt es wieder zwei Krimis, laut WDR beide wohl in der ersten Jahreshälfte. Im ersten Fall mit dem Titel „Zorn“ (20. Januar) geht es um einen erschossenen früheren Bergmann. Im anderen Fall nehmen die Kommissare Ermittlungen in einer Klinik auf, nachdem eine Ärztin dort in der Notaufnahme unter einer Plastiktüte erstickte.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Stellbrink und Marx (SAARBRÜCKEN): Devid Striesow als Ermittler Jens Stellbrink hört auf. Der achte und letzte Fall namens „Der Pakt“ kommt am 27. Januar. Ein neues saarländisches Team mit fünf Ermittlern ist laut SR in Arbeit und soll „spätestens Mitte März“ vorgestellt werden.

    Foto: Manuela Meyer
  • Lindholm (HANNOVER): Maria Furtwänglers Figur wird strafversetzt vom LKA in Hannover zur Polizei in Göttingen. In den nächsten Krimis spielt Florence Kasumba mit, die auch schon in Hollywood im Actionfilm „Black Panther“ mitwirkte. Spät, aber immerhin: PoC-Power (People of Color) im beliebtesten TV-Format Deutschlands. Einstand der neuen Figur Anaïs Schmitz ist laut NDR am 3. Februar.

    Foto: NDR
  • Murot (WIESBADEN): Der nächste „Tatort“ mit Ulrich Tukur kommt laut HR wahrscheinlich am 17. Februar. In „Murot und das Murmeltier“ von Dietrich Brüggemann (Anspielung auf die US-Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von 1993, mit Bill Murray) durchlebt der Ermittler einen Tag mehrere Male. Der Film gewann schon vor TV-Ausstrahlung den Filmkunstpreis beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen.

    Foto: Boris Roessler
  • Thiel und Boerne (MÜNSTER): Fans des beliebtesten „Tatort“-Teams - Kommissar Thiel und Prof. Boerne (Axel Prahl und Jan Josef Liefers) - mussten sich 2018 mit nur einem einzigen Fall begnügen. 2019 soll es aber sogar drei neue Münster-Krimis geben, wie es vom WDR heißt: „einer voraussichtlich im März und zwei im Herbst/Winter“. In einem der Krimis wird morgens eine Tote gefunden, die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) zum Verwechseln ähnlich sieht. Außerdem gibt es einen Film, der in der Weihnachtszeit spielt.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Lürsen und Stedefreund (BREMEN): Die Schauspielerin Sabine Postel und ihr Kollege Oliver Mommsen hören auf. Postel ist nach 21 Jahren recht offen und kritisierte in der Programmzeitschrift „Auf einen Blick“ die hohe Ermittlerzahl beim „Tatort“: „Heute will offenbar fast jede Stadt ein Ermittlerpaar haben. Das finde ich problematisch.“ Der Abschiedsfilm von Kommissarin Inga Lürsen und Kollege Nils Stedefreund, „Wo ist nur mein Schatz geblieben?“, wird laut Radio Bremen wahrscheinlich „im ersten Quartal“ gesendet. Bis ein neues Team verkündet wird, brauche es „noch ein bisschen Zeit“.

    Foto: Christine Schröder
  • Janneke und Brix (FRANKFURT): Das Schauspielerduo Margarita Broich und Wolfram Koch ermittelt in einem Fall im nordhessischen Kassel. Der Stiefsohn eines TV-Talkers wurde getötet und zerstückelt. Der Film „Das Monster von Kassel“ kommt laut HR wohl Anfang April.

    Foto: Bettina Müller
  • Rubin und Karow (BERLIN): Das Hauptstadt-Team Rubin und Karow (Meret Becker und Mark Waschke) soll einmal im Frühjahr und einmal im Spätherbst zu sehen sein, wie es vom RBB heißt. Im einen Fall („Der gute Weg“) wird ausgerechnet Rubins Sohn Tolja (Jonas Hämmerle) in eine Schießerei involviert, als er gerade ein Praktikum bei der Streife absolviert. Im anderen Fall („Das Leben nach dem Tod“) wird ausgerechnet ein rätselhafter Nachbar von Karow tot aufgefunden.

    Foto: Gordon Muehle
  • Winkler, Gorniak und Schnabel (DRESDEN): Nach dem Ausstieg von Alwara Höfels bekommen Karin Hanczewski und Martin Brambach die 31 Jahre alte Cornelia Gröschel als Kommissarin Leonie Winkler an ihre Seite. In ihrem ersten Fall wird ein Serienmörder gejagt.

    Foto: Monika Skolimowska
  • Berg und Tobler (SCHWARZWALD): Nachdem beim dritten Schwarzwald-„Tatort“ Hans-Jochen Wagner alias Kommissar Friedemann Berg wegen Krankheit nicht dabei sein konnte, ist er beim Film Nummer vier 2019 wieder an Bord. Der Film „Für immer und dich“ kommt laut SWR „im ersten Halbjahr“.

    Foto: Alexander Kluge
  • Flückiger und Ritschard (LUZERN): In Luzern ist Zeit des Abschieds. Noch zwei Filme des aktuellen Teams kommen - im Frühjahr und im Herbst. Dann ist nach acht Jahren und 17 Filmen Schluss. Neue „Tatort“-Stadt wird ab Herbst 2020 Zürich. Verkündet wird das neue Züri-Team wahrscheinlich Anfang 2019, gedreht wird aber laut Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) erst Ende 2019 und Anfang 2020.

    Foto: Daniel Winkler
  • Batic und Leitmayr (MÜNCHEN): Die ergrauten Quotengaranten vom BR, Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, kommen wieder mit drei Fällen. Im Film „Die ewige Welle“ ermitteln sie zum Beispiel an der bekannten Eisbach-Welle im Englischen Garten, im Krimi „One Way Ticket“ geht es um eine Schmugglerbande, die mit harmlos wirkenden Rentnern operiert.

    Foto: Hendrik Heiden
  • Voss, Ringelhahn, Goldwasser, Fleischer und Schatz (FRANKEN): Das seit 2015 einmal jährlich im Frühling ermittelnde BR-Team um Felix Voss (Fabian Hinrichs) und Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) hat es diesmal mit einer Mordserie zu tun: In Bayreuth wird jede Stunde ein Mensch erschossen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Gedreht wurde „Ein Tag wie jeder andere“ auch im Wagner-Festspielhaus.

    Foto: ARD
  • Falke und Grosz (HAMBURG/NORDDEUTSCHLAND): „Voraussichtlich im Frühjahr und am Ende des Jahres“ kommen laut NDR zwei Hamburger Fälle mit den Schauspielern Wotan Wilke Möhring und Franziska Weisz. In einem der Krimis schießt ein Heckenschütze auf einem Autohof auf einen Lkw-Fahrer und flieht unerkannt.

    Foto: Christine Schroeder
  • Borowski und Sahin (KIEL): Der Schleswig-Holstein-„Tatort“ mit Axel Milberg und Almila Bagriacik ist 2019 laut NDR nur einmal zu sehen, „im Frühjahr“, wie es heißt. Zwei Krimis seien „aus programmplanerischen Gründen leider nicht zu realisieren“.

    Foto: ARD/NDR
  • Lannert und Bootz (STUTTGART): Zwei Fälle aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt stehen an. Im einen Fall verdächtigen die beiden Kommissare Thorsten Lannert und Sebastian Bootz (Richy Müller und Felix Klare) eine Altenpflegerin, Patienten umgebracht zu haben („Anne und der Tod“). Im zweiten Fall „Hüter der Schwelle“, inszeniert von Piotr Lewandowski („Götter wie wir“), geht es um einen mutmaßlichen Ritualmord auf einem Bergplateau vor den Toren Stuttgarts.

    Foto: Lino Mirgeler
  • Odenthal und Stern (LUDWIGSHAFEN): 2019 ist Ulrike Folkerts als dienstälteste Kommissarin Lena Odenthal 30 Jahre beim „Tatort“ dabei. Erst kommt ein Fall mit dem Titel „Maleficius“. Zum Jubiläum im Herbst gibt es dann einen Film, der noch gedreht werden muss. Laut SWR nimmt er auf den dritten Fall der Kommissarin aus dem Jahr 1991 Bezug: „Tod im Häcksler“. Ben Becker, der darin einen Polizeimeister namens Stefan Tries spielte, soll auch wieder dabei sein. Der Film damals (Regie: Nico Hofmann) führte zu Protesten, weil sich Pfälzer als arg provinziell dargestellt sahen.

    Foto: Sabine Hackenberg
  • Berlinger: Unklar ist, ob und wie es mit Kommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch) weitergeht, nachdem sie bislang zweimal als Oster-Special (Ostermontag) lief - einmal 2016 („Fünf Minuten Himmel“ in Freiburg) und einmal 2018 („Zeit der Frösche“ in Mainz). „Momentan sind keine Folgen konkret in Planung“, heißt es vom SWR.

    Foto: Ziegler Film
  • Tschiller und Gümer (HAMBURG): Auch wenn es quotenmäßig zuletzt für Til Schweiger schlecht lief, geht es weiter. Allerdings nicht mehr mit Regisseur Christian Alvart und Autor Christoph Darnstädt, sondern mit Eoin Moore als Regisseur sowie Anika Wangard und Eoin Moore als Drehbuchautoren. Sie machten schon mehrmals den Rostocker „Polizeiruf 110“, den Schweiger eh für den besten „Tatort“ hält. „Geplant ist der Dreh für 2019, die Ausstrahlung ist 2020 angestrebt.“

    Foto: Gordon Timpen
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