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Plötzlich Papa

Frankreichs Leinwandstar in einer Tragikomödie: «Plötzlich Papa» handelt von der emotionalen Achterbahnfahrt eines alleinerziehenden Vaters.

Montag, 22.07.2019, 00:01 Uhr
Samuel (Omar Sy) wandelt sich vom Playboy zu einem liebevollen Vater.
Samuel (Omar Sy) wandelt sich vom Playboy zu einem liebevollen Vater. Foto: dpa

Paris (dpa) - Samuel lässt es sich im Partyleben von Südfrankreich gutgehen. Hübsche Urlauberinnen, ein entspannter Job und viel Sonne - so könnte es immer weitergehen. Doch eines Tages taucht eine seiner Ex-Freundinnen mit einem drei Monate alten Baby auf.

Ebenso unerwartet wie Kristin gekommen ist, verschwindet sie auch wieder - allerdings ohne ihre Tochter. Die kleine Gloria hat sie dem verblüfften Samuel überlassen, der alles will, nur kein Kind. Als sich die junge Frau dann jedoch nach acht Jahren wieder meldet und ihr Mädchen zurückhaben will, sind Vater und Tochter ein unzertrennliches Gespann geworden. «Plötzlich Papa » läuft an diesem Montag um 20.15 Uhr im Ersten.

Es ist eine Tragikomödie des französischen Regisseurs Hugo Gélin. Der 36-Jährige konnte den Leinwandstar Omar Sy für seinen Film gewinnen, der in «Ziemlich beste Freunde» Millionen von Zuschauern zum Lachen brachte. Diesmal geht es jedoch ernster zu. Denn was wie ein Gute-Laune-Film beginnt, endet mit einem Drama.

Die Ausgangssituation ist einfach: Samuel (Sy) arbeitet in einem Ferienclub in Südfrankreich. Tagsüber spielt er den charmanten Kapitän auf einem schicken Motorboot, abends kümmert er sich bis frühmorgens um die Gäste, vor allem die weiblichen. Er ist ein Lebemann und Frauenheld.

Eines Tages aber werden er und seine zwei Bettgefährtinnen, die Samuel am Abend zuvor abgeschleppt hatte, von einem schreienden Baby geweckt. Zu seiner großen Überraschung steht eine seiner Ex-Freundin vor der Tür. Sie drückt ihm das Neugeborene in die Arme und ist weg.

Der Lebemann bekommt Panik. Er reist Kristin nach London hinterher, um ihr die Kleine wieder zu geben - vergeblich. Kristin ist verschwunden und Samuel beginnt in London ein neues Leben: als Stuntman und liebevoller Vater.

Gélin setzt seinen Star vor allem in der Rolle als Super-Papa in Szene. Sy ist selber Vater von vier Kindern, möglicherweise ist ihm die Rolle auch deswegen wie auf den Leib geschrieben.

Aus seiner Wohnung macht Samuel für die kleine Gloria eine Art Mini-Vergnügungspark gemacht mit einer Rutsche und einem riesigen Stoffelefanten zum Kuscheln. Aus dem ehemaligen Frauenheld und Lebemann ist ein liebevoller Vater geworden. Nach acht Jahren aber dringt plötzlich Kristin in die Vater-Tochter-Idylle ein und will ihr Kind wieder haben. Der Kampf um Gloria wird schließlich vor dem Richter ausgetragen.

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