Krimi-Kritik
Ziemlich viele Aussetzer im Wilsberg "Vaterfreuden"

Münster -

Ekkis „Vaterfreuden“ boten in der jüngsten Wilsberg-Episode wenig Spannung und noch weniger Witz. Wilsberg muss sich dringend wieder steigern. Die Reihe aus Münster benötigt dringend mehr Lokalkolorit und vor allem überzeugende Kriminalgeschichten.

Sonntag, 19.04.2020, 12:40 Uhr aktualisiert: 19.04.2020, 12:55 Uhr
Krimi-Kritik: Ziemlich viele Aussetzer im Wilsberg "Vaterfreuden"
Georg Wilsberg (Leonard Lansink), Alex Holtkamp (Ina Paule Klink) und Ekki Talkötter (Oliver Korittke) stehen zusammen im Freien und unterhalten sich. Alex und Ekki schauen Wilsberg überrascht an, während dieser Ekki in die Augen sieht. Foto: ZDF/Thomas Kost

Wilsberg-Fans haben sich fast schon daran gewöhnt, dass kaum noch Lokalkolorit in der Krimikomödienreihe zu finden ist. Auch daran, dass Wilsbergs Mitstreiter immer irgendwie in die Patsche geraten.

Diese Ausgabe nun mit Ekkis „Vaterfreuden“ muss dazu noch in die Kategorie „Aussetzer“ eingereiht werden. Wenig spannend, überdreht und in der Ermittlungsarbeit zufallsgesteuert und hölzern, so bot sich das wenig glaubwürdige Geflecht dar.

Ekki bekam es mit drei Ex-Geliebten und Kampf-Feministinnen zu tun, sah im Job eine Konkurrentin an sich vorbeiziehen; Overbeck gerierte sich als Gleichstellungsbeauftragter, und eine betrogene Ehefrau rächte sich per Entführung an ihrem untreuen Ehemann, der wiederum als Anwalt und Unterhaltsspezialist Vaterschaftstests manipulieren ließ, um die Fälle seiner männlichen Mandanten erfolgreich abzuschließen.

Wilsberg: Vaterfreuden

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  • Georg Wilsberg (Leonard Lansink, l.) beäugt skeptisch Ekki Talkötters (Oliver Korittke, r.) aufkeimende Vaterfreude. Ob Hanna wirklich Ekkis Tochter ist?

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Overbecks (Roland Jankowsky) neue Leidenschaft gilt dem Feminismus, zu Anna Springers (Rita Russek) Leidwesen.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Georg Wilsberg (Leonard Lansink, l.) und Alex Holtkamp (Ina Paule Klink) begutachten Ekki Talkötters (Oliver Korittke, r.) neues E-Auto. Ekki ist überzeugt davon, dass er die Beförderung bekommen wird, und hat sich schon mal das passende Gefährt zugelegt.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Ekki Talkötter (Oliver Korittke, M.) ist enttäuscht. Eigentlich hätte er die Stelle als stellvertretender Abteilungsleiter bekommen sollen. Sofort wittert er eine Verschwörung.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Silke Sestendrup (Nadja Becker), Ekki Talkötters (Oliver Korittke) Ex-Freundin, wartet in seiner Wohnung auf ihn mit einer Überraschung: seine sechs Jahre alte Tochter.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Rainer Rohr (Michael Rotschopf) ist überzeugt, dass sich Ekki nicht als der Vater von Hanna herausstellen wird. Um auf Nummer sicher zu gehen, soll Ekki einen Vaterschaftstest machen.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Georg Wilsberg (Leonard Lansink, r.) trifft bei "Eva und ihre Töchter" auf weitere Bekannte: Overbeck (Roland Jankowsky, l.) gibt dort einen Selbstverteidigungskurs für Frauen.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Kommissar Overbeck (Roland Jankowsky, r.) möchte Kriminalrat Schaaf (Rainer Laupichler, l.) zu einem gemeinsam gehaltenen feministischen Seminar überreden.

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  • Ekki Talkötter (Oliver Korittke) findet sich schnell in seine neue Rolle als Vater und geht mit Hanna (Charlotte Schliewe) auf den Spielplatz.

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  • Ekki Talkötter (Oliver Korittke) hat eine Idee, wie er ohne Hannas (Charlotte Schliewe) Wissen den Vaterschaftstest durchführen kann: anhand des Speichels am Lutscher.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Merle (Janina Fautz) hackt sich in die Musikbox, um Wilsberg Informationen zu beschaffen, die den oder die Täter entlarven.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Des einen Freud, des anderen Leid: Georg Wilsberg (Leonard Lansink, l.) will Ekki Talkötter (Oliver Korittke, r.) nur schützen, doch Ekki versteht Wilsbergs Skepsis gegenüber Ekkis Vaterschaft als Neid eines kinderlosen Mannes.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Georg Wilsberg (Leonard Lansink) muss die Musikbox im Molekulargenetischen Institut hacken und bekommt dabei Hilfe von Merle (Janina Fautz).

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Ein ganz besonderes Trio: Ekkis Ex-Freundinnen Kerstin Buckebrede (Isabell Polak, l.), Silke Sestendrup (Nadja Becker, M.) und Tina Espenkotte (Isabell Gerschke, r.).

    Foto: ZDF/Thomas Kost

Am Ende lautete die – zweifelhaft untermauerte – Moral von der Geschicht’, dass Frauen eben doch nicht besser sind als Männer. Wilsberg muss sich dringend steigern.

Dazu gehören Drehbücher, die eine geistreiche Kriminal-Story erzählen.

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