«Soziale Hygiene»
Das Geheimnis des Ermittler-Duos Naujoks/Martinek

Sie sehen sich während der Dreharbeiten öfter als ihre eigenen Familien. Seit fast zehn Jahren spielen Ingo Naujoks und Sven Martinek das «Morden im Norden»-Duo. Damit das gutgeht, haben die beiden mehrere Tricks.

Dienstag, 05.01.2021, 07:51 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 07:55 Uhr
Die Schauspieler Sven Martinek (l) und Ingo Naujoks teilen sich in der ARD-Vorabendserie «Morden im Norden» die Kamera - seit Jahren schon.
Die Schauspieler Sven Martinek (l) und Ingo Naujoks teilen sich in der ARD-Vorabendserie «Morden im Norden» die Kamera - seit Jahren schon. Foto: Georg Wendt

Hamburg (dpa) - Nach fast zehn Jahren haben Ingo Naujoks (58) und Sven Martinek (56) als Duo in der ARD-Vorabendserie «Morden im Norden» noch immer miteinander Spaß am Set.

«Ich weiß gar nicht, ob man das sonst so lange aushalten würde, wenn man sich nur bekriegen oder sich nicht verstehen würde. Das ist ganz wichtig, dass wir da eine gute Chemie haben», sagte Martinek der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Ein Trick dafür sei eine «gewisse soziale Hygiene», ergänzte Naujoks. «Wir müssen jetzt nicht jeden Abend miteinander verbringen, zusammen Netflix gucken oder auf die gleiche Party gehen. Wir lassen dem anderen einfach sein Ding und dann funktioniert das einfach am besten.»

Während der etwa halbjährigen Dreharbeiten zu «Morden im Norden» in Hamburg, Lübeck und Umgebung sehen sich die Männer öfter als ihre eigenen Familien. In diesem Jahr haben sie viel auf Heimreisen nach Berlin verzichtet, um sich, die Produktion und auch die eigenen Familien zu schützen. Beide haben über die Jahre gelernt, offen miteinander zu reden und sich auch mal gegenseitig kritisieren zu können. «Wir sind eben nur zu zweit richtig gut in diesem Format. Wir sind tatsächlich "Partners in Crime" im positiven Sinne», so Martinek.

Es liege zudem auch in der Verantwortung der beiden Hauptdarsteller, dass sich alle am Set wohlfühlen. «Da muss man schon zusehen, dass man auch die Motivation und die Lust ans Set mitbringt, damit alle gern zur Arbeit kommen und einfach eine feine Zeit miteinander verbringen», so Naujoks. Es sei auch hilfreich, dass beide eine gesunde Einstellung zu ihrem Beruf haben und nicht eitel seien, so Martinek. «Uns geht es nicht um die eigenen Eitelkeiten, wir stehen mit beiden Beinen fest auf dem Boden, fühlen uns als Team und fühlen uns auch für das Team verantwortlich. Wenn wir schlechte Laune haben und herumdiskutieren, dann färbt das auf das ganze Team ab.»

Im Dezember hatte das Erste die 100. Folge von «Morden im Norden» ausgestrahlt.

© dpa-infocom, dpa:210105-99-901155/2

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