Do., 18.05.2017

Planet aus dem Nichts „Alien: Covenant“: Ridley Scott beleuchtet die Schöpfungsgeschichte mit blutigem Science-Fiction-Horror

Der Schöpfer und sein Geschöpf: Bio-Ingenieur Peter Weyland (Guy Pearce, l.) diskutiert mit dem Androiden Walter (Michael Fassbender).

Die beste Szene gibt es gleich zu Beginn. Da diskutiert Bio-Ingenieur und Konzernchef Peter Weyland (Guy Pearce) als gottgleicher Schöpfer mit seinem Geschöpf, dem An­droiden Walter (Michael Fassbender), über Herkunft und Bestimmung der Menschheit. Alles in einer Szenerie, deren Spiegelglanz und eiskalte Oberfläche in virtueller Schönheit das Thema des Science-Fiction-Horrordramas adäquat wiedergibt. Von Hans Gerhold

Do., 18.05.2017

Künstler und Querdenker „Beuys“: Wuchtiges Porträt des Visionärs

Hier hört er mal zu: Künstler Joseph Beuys war nie um eine Antwort verlegen.

Wenn er auftrat, war das bühnenreif. Mit Fellmantel, Filzhut und Fluppe war Joseph Beuys (1921-1986) ein idealer Selbstdarsteller, der mit Gedanken flirtete und Theorien im Dutzend produzierte. Bei seinem hakenschlagenden Lauf durch die Zeiten und bei Gesprächen mit Hasen hinterließ er triefende Fettecken (auch in Münster), Butterpumpen und Badewannen. Von Hans Gerhold


Fr., 12.05.2017

Ob Storch, ob Spatz „Überflieger – Kleine Vögel, großes Geklapper”

Wellensittich Kiki und Zwergeule Olga begleiten den kleinen Spatz Richard.

Noch bevor er sich aus seinem Ei herausgepickt hat, ist der kleine Richard bereits ein Waisenspatz: Wie die Eltern einem Marder zum Opfer fallen, verhüllt gnädig eine Schwarzblende. Zunächst wird alles gut, als eine Storchenfamilie den elternlosen Singvogel adoptiert. Doch als diese im Herbst gen Afrika fliegen will, soll Richard zurückbleiben: Die lange Strecke schaffe doch kein Spatz. Von Gian-Philip Andreas


Fr., 12.05.2017

Fragmente für Fortgeschrittene „Der traumhafte Weg“: Filmgedicht

Träumt Miriam Jakob?

Unter den Regisseuren der ohnehin als spröde verschrienen „Berliner Schule“ gilt Angela Schanelec als sperrigste Vertreterin. Wie als Beweis dafür legt die Filmprofessorin mit „Der traumhafte Weg“ nun auch noch ihren bis dato hermetischsten Film vor. Von Gian-Philip Andreas


Fr., 12.05.2017

Am Strand und in den Dünen „Rückkehr nach Montauk“: Erinnerung

Ach, die Erinnerungen! Schriftsteller Max Zorn (Stellan Skarsgard) und Anwältin Rebecca (Nina Hoss) haben sich nach zwanzig Jahren viel zu erzählen.

Der Text, den Stellan Skarsgard („Verräter wie wir“) als Schriftsteller Max Zorn zu Beginn aus einer Passage seines Buchs „Jäger und Gejagte“ liest, setzt den Tenor der filmischen Erinnerungsreise „Rückkehr nach Montauk“. Von Hans Gerhold


Fr., 12.05.2017

Kino-Kritik „Berlin Rebel High School“: Doku

Unterricht in der Erwachsenenbildung

Schüler schmieren Pausenbrote im Versammlungssaal, Lehrkräfte und Schüler reinigen die Toiletten selbst, Noten gibt es keine und keinen Direx. 340 Schüler und 14 Lehrer leben in der im Kreuzberg gelegenen SFE (Schule für Erwachsenenbildung), die 1973 gegründet wurde.


Fr., 12.05.2017

Schlangen und Schwerter „King Arthur: Legend of the Sword“: Die Artus-Sage als rasante und bombastische Action-Fantasy

Hier will er das Schwert Excalibur loswerden: Arthur (Charlie Hunnam) ist sich in den Darklands seiner Berufung noch nicht bewusst.

Von den über zwanzig filmischen Versionen der britischen Artus-Saga ist „King Arthur: Legend of the Sword“ zweifellos an Atemlosigkeit, Rasanz, Staccato-Schnitt und düsterer Atmosphäre den anderen überlegen. Er erfüllt insofern die Bedingungen eines modernen Blockbusters. Der beste Artus-Film ist er aber nicht. Von Hans Gerhold


Fr., 12.05.2017

„Ein Tag wie kein anderer“: Farce „EIn Tag wie kein anderer“

Im Joint vereint: Eyal (Shai Avivi, r.) und der Nachbarsjunge (Tomer Kapon).

Die Katastrophe ist geschehen, man hat gemeinsam getrauert, jetzt muss der Alltag irgendwie weitergehen: Das meint zumindest die Jerusalemer Lehrerin Vicky Spivak (Jenya Dodina aus „Love & Dance“). Ihr Sohn ist mit 25 Jahren an Krebs gestorben, die sieben Tage Shiv’a – so heißt die jüdische Trauerwoche – gingen gerade zu Ende. Von Gian-Philip Andreas


Do., 04.05.2017

Victoria: Männer & andere Missgeschick Eine nicht fassbare Frau

Babysitter Sam (Vincent Lacoste) hat nur noch schöne Augen für die flotte Strafverteidigerin Victoria (Virginie Efira).

Da der Originaltitel der französischen Komödie „Victoria“ deckungsgleich und damit in Verwechslungsgefahr mit Sebastian Schippers Berlin-Drama „Victoria“ (2015) ist, hat der Verleih den Untertitel „Männer & andere Missgeschicke“ gewählt. Der führt allerdings in die Irre. Von Hans Gerhold


Do., 04.05.2017

Sieben Minuten nach Mitternacht Monster mit Ästen

Conor (Lewis MacDougall) und seine Mutter (Felicity Jones).

Weil seine Mutter sterbenskrank ist wird der 13-jährige Conor von Alpträumen geplagt. Da taucht ein sprechendes Baum-Monster vor seinem Fenster auf – mit einer furchteinflößenden Botschaft. Wer tiefgründige Familien-Fantasy wie Guillermo del Toros „Pans Labyrinth“ schätzt, ist bei diesem sehenswerten Schauermärchen richtig. Von Gian-Philip Andreas


Do., 04.05.2017

Einsamkeit und Sex und Mitleid Großstädter im Stress

Ex-Lehrer Ekki (Bernhard Schütz) verliert sich im Supermarkt zwischen Regalen und Truhen

Ob Imker, Ärztin, Supermarktleiter, Polizist, Callboy, Ex-Lehrerin, Künstlerin oder Teenager: Sie alle und ein paar Nebenfiguren mehr haben im Episodenfilm „Einsamkeit und Sex und Mitleid“ mit Freud und Leid des Großstadtlebens ihre Probleme. Von Hans Gerhold


Do., 04.05.2017

Get out Grillparty beim Rassisten

Daniel Kaluuya und Lakeith Stanfield

In „Rat mal, wer zum Essen kommt“ brachte Sidney Poitier als schwarzer Verlobter einer weißen Frau die Vorurteile seiner Schwiegereltern zum Vorschein. Nun sorgt US-Komiker Jordan Peele („MadTV“) für ein Update dieser 50 Jahre alten Geschichte: Sein Regiedebüt „Get Out“ entpuppt sich als anti-rassistische Horrorfarce. Und ist ziemlich großartig. Von Gian-Philip Andreas


Do., 04.05.2017

Beat Beat Heart Improvisiertes Sinnieren

Eine Frau sinniert in der Uckermark.

Der neue deutsche Independent-Film findet erfreulicherweise immer öfter den Weg in den regulären Spielbetrieb: Zu den Vorreitern Jakob Lass („Tiger Girl“) und Axel Ranisch („Dicke Mädchen“, „Tatort: Babbeldasch“) gesellt sich nun Luise Brinkmann mit ihrem Abschlussfilm an der Kölner Filmhochschule. Von Gian-Philip Andreas


Do., 04.05.2017

Ich. Du. Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft 80 Tage Schulalltag

Schüler der Geschwister-Devries-Schule

Seit dem Sommer 2014 sind deutsche Regelschulen verpflichtet, auf Wunsch der Eltern Schüler mit besonderem Förderbedarf (auch: Unterstützungsbedarf) aufzunehmen. „Ich. Du. Inklusion. – Wenn Anspruch auf Wirklichkeit trifft“ zeigt, wie das im Alltag aussieht. Von Hans Gerhold


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