„Rico, Oskar und die Tieferschatten“
Dem Entführer auf der Spur

Wenn Rico (Anton Petzold) mit der Funzel-Taschenlampe über Dachterrasse und Kellertreppen schleicht, um Freund Oskar (Juri Winkler) zu retten, wird der Jugendfilm „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ für Kinder richtig spannend. Für Erwachsene sorgen Wortwitz und originelle Dialoge für Spaß – vor allem, wenn Milan Peschel und Axel Prahl als schräge Hausbewohner überzogen loslegen und Rico originelle Wortneuschöpfungen erfindet.

Donnerstag, 10.07.2014, 16:07 Uhr

Rico (Anton Petzold, oben) und Oskar (Juri Winkler) sind beste Freunde.
Rico (Anton Petzold, oben) und Oskar (Juri Winkler) sind beste Freunde. Foto: Fox

Rico denkt wie andere, nur wirbeln seine Gedanken durcheinander. Und er kann rechts nicht von links unterscheiden. Aber er, der „tiefbegabte“ Junge, entwickelt sich zum Helden, wenn es gilt, seinen neuen „hochbegabten“ Freund Anton , ein Wunderkind, aus der Hand des „Schnäppchen-Entführers“ zu befreien. Der Ton der komödiantischen Abenteuergeschichte aus Berlin ist locker, der Look bunt, die Situationskomik funktioniert bestens.

Die sympathische Adaption des gleichnamigen Kinderbuchs von Andreas Steinhöfel durch Regisseurin Neele Leana Vollmar („Maria, ihm schmeckt‘s nicht“) zeigt Alltag und soziale Misere, ohne dass dies überbetont würde. Der Film punktet mit dem Titelsong vom Sportfreunde-Stiller-Sänger, mit schlagfertigen Hauptdarstellern, Anke Engelke als zickiger Eisverkäuferin und Karoline Herfurth („Fack Ju Göthe“) als Ricos Mutter.

Läuft wo?

Trailer, Fotos und Spielorte gibt es hier .

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Schön, dass der Jugendfilm in Münster eine größere Chance bekommt. Hoffentlich nicht nur, weil er preisgekrönt ( Goldener Spatz ; Preis des MDR-Rundfunkrats; Publikumspreis Filmfest München), sondern ein gut erzählter Filme für Jung und Alt ist.  

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