„Guardians Of The Galaxy“
Waschbär rettet Universum

Das Comic-Imperium Marvel hat in den letzten Jahren seine Helden „Iron Man“, „Captain America“, „Thor“, „Hulk“ und schließlich alle gemeinsam als „The Avengers“ auf die Kinoleinwand losgelassen.

Donnerstag, 28.08.2014, 15:08 Uhr

Diese „Guardians“ müssen die Welt retten: Benicio Del Toro als Taneleer Tivan alias The Collector und Zoe Saldana als grüngesichtige Gamora.
Diese „Guardians“ müssen die Welt retten: Benicio Del Toro als Taneleer Tivan alias The Collector und Zoe Saldana als grüngesichtige Gamora. Foto: Disney

Obwohl dabei ein paar der erfolgreichsten jüngeren Hollywood-Blockbuster heraussprangen, galt ihr neues Multi-Millionen-Werk als Risikounternehmung, schließlich gehören die skurrilen „ Guardians of the Galaxy“ eher zu den nachrangigeren Helden aus dem Marvel-Universum.

Doch die Sorge war unbegründet. Kein US-Film hat diese Saison mehr Kasse gemacht, und auch sonst ist hier viel richtig gemacht worden. Den Regieauftrag etwa vergab man ungewöhnlicherweise an James Gunn , der lange für die Trashfilm-Firma „ Troma “ arbeitete und als Indie-Filmer gilt. Gunns selbstironische Herangehensweise ans Genre Comic-Superheldenfilm erweist sich schnell als ideal für sein Sujet.

Die Story nämlich ist, für sich betrachtet, ganz schöner Stuss. Da muss sich ein großspuriger Weltraumpirat ( Chris Pratt aus der Sitcom „Parks & Recreation“) mit vier merkwürdigen Komplizen zusammenraufen – einer grüngesichtigen Killerin, einem Haudrauf, einem fluchenden Waschbären und einem wandelnden Ast. Gemeinsam müssen diese fünf „Guardians“ eine Superwaffe vor interplanetarischen Superschergen beschützen. Super, super: Das klingt nach bewährt dämlicher Comic-Kost und wartet gegen Ende auch mit herkömmlichen, allerdings perfekt getricksten Weltraumkampfsequenzen auf.

Doch was Gunn und die großartige Besetzung (in Nebenrollen sind etwa Glenn Close, Benicio Del Toro und Djimon Hounsou dabei) daraus machen, entpuppt sich sehr bald als die wohl schönste und lustigste Space-Oper seit „Star Wars“. Gespickt mit popkulturellen Referenzen, unaufdringlicher Ironie und allerschönstem Retrofuturismus gelingt ihnen das Kunststück, Comic-Nerds, Comedy-Fans und Sci-Fi-Liebhaber gleichermaßen zufriedenzustellen. Sehenswert.  

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