„Point Break“
Immer der Linie folgen

Wer den Actionthriller „Point Break – Gefährliche Brandung“ kennt, kann sich das freie Remake von Regisseur und Kameramann Ericson Core sparen. Aus dem spannenden und rasanten Drama um Surfen, Vertrauen und Verrat mit Keanu Reeves und Patrick Swayze ist ein atemloser Trip für Extremsportler geworden, die für ihre Leidenschaft die Alpen und andere Gebirgszüge plätten.

Freitag, 22.01.2016, 15:01 Uhr

Neulich in den Alpen: Extremsportler Bodhi (Edgar Ramirez, l.) und Kumpel Johnny Utah (Luke Bracey) gönnen sich eine Ruhepause vor dem Ansturm auf den Gipfel.
Neulich in den Alpen: Extremsportler Bodhi (Edgar Ramirez, l.) und Kumpel Johnny Utah (Luke Bracey) gönnen sich eine Ruhepause vor dem Ansturm auf den Gipfel. Foto: Concorde

Von Story keine Spur. Man kann nur skizzenhaft erkennen, was von der Undercover-Mission des FBI-Agenten Johnny Utah (Luke Bracey), der sich in die Gruppe moderner Robin Hoods um den charismatischen Bodhi (Edgar Ramirez, Ex von Jennifer Lawrence in „Joy“) begibt, übrig geblieben ist.

Nach einigen Prüfungen mit Surfbrett, Motorbike und Snowboard wird Johnny in die Gruppe aufgenommen, die Unternehmen ausraubt und das Geld an Arme verteilt. Nach dem Motto „Immer der eigenen Linie folgen“ handeln sie mit esoterischen Weisheiten eines indischen Gurus und wollen acht extreme polyathletische Aufgaben bestehen, um mit Mutter Erde eins zu sein.

Die echte Mutter Erde wird da höchst gereizt reagieren. Denn Natur ist im Film wie häufig in der Realität zu purem Ambiente verkommen, das man getrost und ohne Rücksicht auf Verluste nutzt, um das eigene Ego zu pflegen. Ohne dass er es will, unterminiert „Point Break“ damit seine eigene so wirre wie unreflektierte Botschaft. Hinzu kommen Szenen, in denen die Eso-Gruppe, die eigentlich anders denken müsste, mit den dekadenten Reichen, die das alles finanzieren, Partys feiert.

Aus dem Original hat man kurz die Überfälle in Masken amerikanischer Präsidenten (hier grinst Obama) übernommen, sonst ist wenig geblieben. Die Romanze von Johnny mit Bodhis Freundin Samsara (Teresa Palmer) ist mehr Behauptung als glaubhaft.

Bleibt der einzige Zweck, zu dem „Point Break“ gedreht wurde. Der liegt im hervorragenden 3D, bei dem man die halsbrecherischen Aktionen der „guten“ Räuber verfolgen kann. Da wurde genauso wie bei den computergenerierten Bildern beim Surfen an Effekten nicht gespart. Das heißt dann aber auch, dass im Grunde nur Fans von Extremsport und Leser der „Red Bull“-Postille das Zielpublikum des Films sind.  

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3754418?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819671%2F4840723%2F4840735%2F
Zu dumm: Adresse auf wildem Müll
Der kommt weg: Der Containerstandort Niedinkstraße hat zu viele Durchreisende zum Entsorgen veranlasst. Auch zwei weitere Standorte lässt das Sachgebiet Umwelt und Geoinformation verlagern.
Nachrichten-Ticker