The Boss
Frau Trump auf Abwegen

Humorlawine Melissa McCarthy wird in der Komödie "The Boss" leider immer wieder von einer unausgereiften Geschichte ausgebremst ... 

Freitag, 22.04.2016, 12:04 Uhr

Melissa McCarthy ist „The Boss“.
Melissa McCarthy ist „The Boss“. Foto: Universal

Seit ihrem Durchbruch in der Comedyserie „Gilmore Girls“ zelebriert Melissa McCarthy die Nummer der schamlosen Wuchtbrumme. Immer und immer wieder. Dass sie eine exzellente Komikerin sein kann, zeigt sich indes nur, wenn Gag-Autoren mit dieser Nummer effektiv umzugehen verstehen – zum Beispiel in ihrem oscarnominierten Auftritt in „Brautalarm“ oder in der vielgefeierten Agentenpersi­flage „Spy“.

In weniger geglückten Fällen erweist sich McCarthys Krachledernheit allzu schnell als penetrant – siehe „Tammy“ oder „Taffe Mädels“. Auch diese neue Posse (von „Tammy“-Regisseur Ben Falcone ) ist ein dergestalt aus dem Ruder gelaufener Fall: McCarthy spielt eine mächtige Spitzenmanagerin, die wegen Insiderhandels verknackt wird und danach als Schokokuchen-Magnatin erneut groß rauskommen will.

Läuft wo?

Alle Informationen zum Film gibt es hier .

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Doch der Witz der garstigen Vulgärmamsell, die noch ihre ärgsten Feinde für eigene Zwecke instrumentalisiert, nutzt sich schnell ab, die Gags sind unflätig statt pointiert – besonders in der deutschen Fassung. Die Regie schafft es nicht, McCarthys Dampfwalzentum einzuhegen, selbst „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage und Ka­thy „Misery“ Bates haben in den weiteren Rollen keine Chance. Vermeiden! 

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