Kino-Kritik
„Ghost Stories“: Feiner Spuk

Horrorfilmfreunde können sich momentan nicht beklagen: Lange nicht mehr kamen so viele originelle, hintersinnige und dabei sehr spannende Vertreter des Genres in die Kinos wie in den letzten Monaten. 

Freitag, 20.04.2018, 11:04 Uhr

Der Teenager (Alex Lawther) liebt das Okkulte.
Der Teenager (Alex Lawther) liebt das Okkulte. Foto: Concorde

Nach „Get Out“, „It Comes at Night“ und zuletzt „A Quiet Place“ erfreut nun die britische Produktion „Ghost Stories“ mit versiertem Genrebewusstsein, cleverer Retroseligkeit und effektivem Nervenkitzel. Basierend auf einem in England sehr erfolgreichen Theaterstück erzählen deren Autoren Jeremy Dyson und Andy Nyman von einem skeptischen Parapsychologen, der sich in drei ungelösten Spukgeschichten verheddert und dabei – zusammen mit uns Zuschauern – den Boden unter den Füßen verliert.

Goodman (gespielt von Nyman selbst) gerät an einen trauernden Nachtwächter, einen okkultistischen Teenager und einen dubiosen Investor (Martin „The Hobbit“ Freeman), deren Geschichten über Poltergeister und den Teufel an ein persönliches Trauma rühren: Mehr darf man nicht verraten. Es gibt diverse verblüffende Wendungen in diesem liebevoll gestalteten Film, der schöner verschreckt als jede Geisterbahnfahrt. Sehenswert.

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