„Avengers: Infinity War”: Gruppentreffen
Steinesammeln für den Weltuntergang

Im 19. Film des unerbittlich wachsenden „Marvel Cinematic Universe“ kommt endgültig niemand mehr mit, der sich nicht durch all die früheren Abenteuer der Superhelden Iron Man, Thor, Hulk, Captain America und Co. hindurchgeguckt hat. 

Freitag, 27.04.2018, 12:04 Uhr

Thor (Chris Hemsworth) ist mit Rocket und Groot unterwegs.
Thor (Chris Hemsworth) ist mit Rocket und Groot unterwegs. Foto: dpa

„Infinity War“ erinnert als Erlebnis an die Fahrt auf mehreren Achterbahnen gleichzeitig und ist ganz klar ein Werk für Fans, ein lang ersehntes überdies, da es erstmals die Chaotentruppe der „Guardians of the Galaxy“ sowie die zuletzt eingeführten Titelhelden Spider-Man, Dr. Strange und Black Panther mit den Stamm-Avengers zusammenführt.

Das ist selbst bei einer Lauflänge von zweieinhalb Stunden viel Holz, wodurch klar sein dürfte, dass für die einzelnen Recken aus dem illustren Ensemble um Robert Downey Jr. , Benedict Cumberbatch und Scarlett Johansson nur jeweils wenig Leinwandzeit vorgesehen ist. In der Regel werden sie mit einer flotten Frotzelei eingeführt, dann reihen sie sich im allgemeinen Geschepper ein.

Die ausufernden Effektschlachten auf diversen Planeten werden nach gängiger Marvel-Manier von smarten Witzchen unterbrochen. Bei manchen Avengers-Paarungen (die Guardians mit Thor, Iron Man mit Dr. Strange) funktioniert das besser als bei anderen, „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage verdient als Schwertschmied Eitri Sonderapplaus.

Trotzdem ist dieser dritte „Avengers“-Gruppenfilm ein besonderer, denn es geht den Helden schlimm an den Kragen. Verluste werden gemacht. Schuld daran ist der bislang beste Avengers-Antagonist, Titan Thanos (digital zum Monster hochgerechnet: Josh Brolin aus „No Country For Old Men“). Um dessen Mission, mittels zusammengesuchter „Infinity“-Steine die Welt auszulöschen, verstehen zu können, sollte man mindestens mit den beiden letzten, ebenfalls von den Regiebrüdern Anthony und Joe Russo verantworteten „Captain America“-Teilen vertraut sein.

Für Fans schockierend: Der Film endet mit einem wahrhaft apokalyptischen Cliffhanger. Die fällige Fortsetzung soll erst im Mai nächsten Jahres starten. Davor wird mit „Captain Marvel“ noch ein weiterer Avenger eingeführt. Ein Ende des Franchise ist nicht in Sicht, solange die Disney-Maus noch piept.  

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