Kino-Kritik
„Die Abenteuer von Wolfsblut“: Schön animiert

Zu den bekanntesten Romanen des Schriftstellers Jack London („Ruf der Wildnis“) gehört die spannende Geschichte des Mischlingshundes „Wolfsblut“ (White Fang; 1906), die seit 1925 mehrfach verfilmt wurde. In Erinnerung geblieben sind die erfolgreichen Verfilmungen mit Franco Nero (1973) und mit Klaus Maria Brandauer (1990). Mit der französisch-amerikanischen Produktion „Die Abenteuer von Wolfsblut“ folgt erstmals eine animierte Verfilmung, die den Realfilmen in nichts nachsteht.

Freitag, 05.10.2018, 15:01 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 05.10.2018, 14:42 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 05.10.2018, 15:01 Uhr
Mischling Wolfsblut zeigt nicht nur bei den Indianern seine stolze Haltung.
Mischling Wolfsblut zeigt nicht nur bei den Indianern seine stolze Haltung. Foto: Superprod/Bidibul

Alle Versionen halten sich im Handlungsverlauf an Londons eh packende Schilderung aus dem hohen Norden zur Zeit des Goldrauschs in Alaska. Dort, zwischen Abenteurern, Goldsuchern, Desperados und Glücksrittern, wird der stolze Bastard Wolfsblut von den indianischen Besitzern, die ihr Land retten wollen, an einen skrupellosen Banditen verkauft. Der richtet Wolfsblut für Hundekämpfe ab, bis das Tier schwer verletzt entkommen kann und in helfende Hände gerät.

Der Rest ist die nach wie vor fesselnde Story einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Regisseur Alexandre Espigares setzt den Schwerpunkt auf Wolfsbluts Odyssee durch Eiswüsten und wilde Natur und packt sie in außergewöhnlich schöne Animationen, bei denen der Schnee glänzt. Sieht man von Disneys/Pixars Sonderstellung ab, ist „Wolfsblut“ als intelligente Familienunterhaltung mit „Gans im Glück“ der zweite große Animationsfilm des Jahres. Sehenswert. 

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