„Smallfoot“: Charmanter Animationsspaß
Freundliche Schneewesen

Der Yeti, oder „Schneemensch“, wie er früher genannt wurde, und seine amerikanische Version Bigfoot sind schöne Beispiele für fröhliche Fantasie, Spekulation und Wissenschaft, die sich nicht so ernst nimmt. Im Animationsfilm „Smallfoot – Ein eisiges Abenteuer“ kommt das behaarte Schneewesen voll zu Ehren und führt mit einer tollen Prämisse eine beispielhafte Geschichte über Vorurteile, ihre Überwindung und Freundschaft vor. Denn erzählt wird das prächtige Abenteuer aus der Perspektive der Yetis.

Freitag, 12.10.2018, 16:59 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 16:38 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 12.10.2018, 16:59 Uhr
Ein ungleiches Paar im Schnee: Gleich wird der junge Percy (r.) mal wieder vom übermütigen Yeti Migo überrascht werden.
Ein ungleiches Paar im Schnee: Gleich wird der junge Percy (r.) mal wieder vom übermütigen Yeti Migo überrascht werden. Foto: Warner

Die leben friedlich und freundlich oberhalb einer selbst geschaffenen Wolken- und Nebeldecke und haben Angst vor den Monstern unten im Tal – den „Smallfoot“ genannten Menschen. Als Yeti Migo (Stimme: Kostja Ullmann) eines Tages einen Menschen sieht, will er der Sache mit seiner forschen Freundin Meechee ( Aylin Tezel) auf den Grund gehen und trifft mit seiner Gruppe abenteuerlustiger Schneewesen auf den jungen Menschen Percy (James Corden), der seinerseits an Yetis glaubt. Doch die Gemeinden sind nicht so leicht zusammenzubringen.

Denn wenn es um die Verständigung der Fellwesen mit dem Menschenvolk geht, kommen Yeti und Mensch mit Gesten und Gestikulieren weiter als mit unverständlicher oder für Missverständnisse sorgenden Sprache. Das ist teils grandios komisch und führt Vorurteile und Klischees (alle halten sich für friedlich, sind es aber nicht) ad absurdum. Es zeigt auch (wie die heute kursierenden „fake news“), wie falsche Vorstellungen für völlige und chaotische Verwirrung sorgen. Die wird hier natürlich heiter aufgelöst.

Mit etwas weniger Tempo als in der „Ice Age“-Reihe und etwas weniger Detailkunst als in Disneys unerreichtem Meisterwerk „Die Eiskönigin“ kommt „Smallfoot“ quirlig, spritzig und mit komischen Dialogen dennoch glatt und glorreich über die wunderbar animierten Schneepisten zum Unterhaltungsziel. Ein charmanter Familienfilm erster Güte.  

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