„Widows – Tödliche Witwen“
Vier Frauen gegen die Männerwelt

Was kürzlich der vergessenswerte „Ocean’s 8“ nicht schaffte, bringt „Widows“ umso besser auf den Punkt: Vier Frauen, alle in Bedrängnis, wehren sich in der Männerwelt und führen gezwungenermaßen einen Coup durch.

Donnerstag, 06.12.2018, 16:22 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 16:48 Uhr
Die Witwen: Elizabeth Debicki (v. l.) als Alice, Viola Davis als Veronica, Michelle Rodriguez als Linda und Cynthia Erivo als Belle
Die Witwen: Elizabeth Debicki (v. l.) als Alice, Viola Davis als Veronica, Michelle Rodriguez als Linda und Cynthia Erivo als Belle Foto: dpa

Nach dem Unfalltod ihres Mannes ( Liam Neeson) bringt Veronica ( Viola Davis) ihre Freundinnen Linda (Michelle Rodriguez, „Fast & Furious“), Belle (Cynthia Erivo) und Alice (Elizabeth Debicki) dazu, die zwei Millionen Dollar des von den Männern zurückgelassenen Schuldenbergs, den eine Gang einfordert, mit einem Raubüberfall zu beschaffen.

Der Coup selbst nimmt in dem zweistündigen spannenden Thriller nicht viel Zeit ein, dafür geht „Wi­dows“ als gelungene Mischung aus klassischem Krimi, Heist-Movie und Charakterstudie eigene Wege. Die „bösen“ Frauen sind nichts im Vergleich zur Gesellschaft, in der sie leben müssen.

„Widows“ wurde inspiriert von der britischen Mini-Serie „The Wire“, die nach Chicago verlegt wurde, wo die Medien so bösartig sind wie die gnadenlosen Schuldeneintreiber, die mit Lust töten. Der Preis geht aber an Colin Farrell („Brügge sehen ... und sterben“), der einen schmierigen korrupten Lokalpolitiker so spielt, dass man glatt an die echten in nah und fern denkt. Sehenswert. 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6239409?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F201%2F1819671%2F
Justiz prüft, ob Ermittlungen folgen
Pfarrer Ulrich Terlinden: Kein Missbrauchsvorwurf: Justiz prüft, ob Ermittlungen folgen
Nachrichten-Ticker