Filmneustart der Woche
The Mule: Eastwoods letzter Streich

Zuletzt stand Clint Eastwood vor zehn Jahren für „Gran Torino“ gleichzeitig vor und hinter der Kamera. Nun führt der 88-Jährige bei „The Mule“ Regie und spielt die Hauptrolle eines Drogenkuriers.

Donnerstag, 31.01.2019, 15:52 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 16:42 Uhr
Dianne Wiest als Mary und Clint Eastwood als Leo Sharp in einer Szene des Films "The Mule".
Dianne Wiest als Mary und Clint Eastwood als Leo Sharp in einer Szene des Films "The Mule". Foto: -/Warner Bros./dpa

Opa ist mit seinen gut 80 Jahren ein charmanter alter Knochen. Wenn er mit seinem Pick-Up-Truck von der Polizei angehalten oder bei einer Grenzkontrolle durchsucht wird, hat er stets ein smartes Lächeln im steinalten Gesicht und ein „Alles bestens, Officer!“ auf den Lippen. 

Nur: Der alte Bock hat’s in sich, ist mit allen Wassern gewaschen. Denn Earl Stone ist Drogenkurier und schmuggelt Kokain für ein mexikanisches Drogenkartell in die USA.

Allerbeste Kinounterhaltung

Ein anderer Opa ist noch smarter, cleverer und taffer als Earl Stone, den es wirklich gegeben hat. Er wird in „The Mule“ (Esel, Packesel) vom inzwischen 88-jährigen Clint Eastwood gespielt, der in seiner 37. Regiearbeit lässig und launig ein Road Movie inszeniert, das trotz der Themen Drogen und Rassismus locker, humorvoll und altersweise daher kommt.

Die Filmstarts der Woche (ab dem 31. Januar)

1/6
  • The Mule: Drama von und mit Clint Eastwood (116 Minuten).

    Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    Foto: Warner Bros. Entertainment Inc
  • Green Book - Eine besondere Freundschaft: Drama mit Viggo Mortensen und Mahershala Ali (130 Minuten).

    Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    Foto: Entertainment One Germany
  • Belleville Cop: Action-Komödie mit Omar Sy (111 Minuten).

    Bewertung: 2 von 5 Sternen

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    Foto: Constantin
  • The Possession of Hannah Grace: Horrorfilm mit Shay Mitchell und Stana Katic (85 Minuten).

    Bewertung: 1 von 5 Sternen

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    Foto: Claire Folger
  • Beautiful Boy: Drama mit Steve Carell (121 Minuten).

    Bewertung: 3 von 5 Sternen

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    Foto: -/NFP/dpa
  • Plötzlich Familie: Dramödie mit Mark Wahlberg (119 Minuten).

    Bewertung: 3 von 5 Sternen

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    Foto: Hopper Stone/SMPSP

„The Mule“ ist Clints Abschiedssymphonie, die nicht donnert, sondern entspannt schwebt. Jeder Blick aus dem zerfurchten Granitgesicht des Alten spricht Filmgeschichte, jedes Zucken im Mundwinkel erinnert an die „Dollar“-Trilogie und jeder brummig gezischte Satz aus dem Mund ohne Lippen bringt von „Dirty Harry“ über „Die Brücken am Fluss“ und „Million Dollar Baby“ bis „Gran Torino“ 50 Jahre allerbester Kinounterhaltung in Stellung.

Vielleicht letzte Clint-Eastwood-Show

Der echte Earl Stone hieß Leo Sharp (1924-2016) war ein hervorragender Lilienzüchter und pflanzte auch im Weißen Haus. 2011 von der DEA geschnappt, wurde er zu drei Jahren verurteilt. Der Film setzt ein, als er in finanzielle Schwierigkeiten gerät und über einen Erntehelfer an die Männer mit den Kanonen und Kokainpaketen gerät. Auf der Fahrt, die seine letzte werden sollte, wird er verhaftet.

Es gibt Rückblenden ins verkorkste Familienleben des Weltkriegsveteranen mit einem schönen Gastaufauftritt von Dianne Wiest als Earls Ex.

Es gibt Szenen mit den Drogenfahndern Bradley Cooper und Laurence Fishburne, die Stichwortgeber bleiben, es gibt Andy Garcia als Kartellchef, dem Stone wie auch dessen Leuten Werte von Familie, Freundschaft, Ehre und Abscheu vor den Drogen (!) verkauft. Aber vor allem ist dies die große und vielleicht letzte Clint-Eastwood-Show. Sehenswert.  

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