„Die Blüte des Einklangs“
Spirituelle Suche nach einer „Vision“

Regisseurin Naomi Kawase ist mit den Dramen „Still the Water“ und „Kirschblüten und rote Bohnen“ bekannt geworden, deren meditative Bilder sie zu einer Art japanischem Andrej Tarkowskij gemacht haben. Jetzt schickt sie einen französischen Star in das nächste Naturspektakel.

Donnerstag, 14.02.2019, 16:12 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 17:27 Uhr
Im Wald liegt die Kraft: Juliette Binoche (M.), Masatoshi Nagase und Takanori Iwata suchen eine geheimnisvolle Pflanze.
Im Wald liegt die Kraft: Juliette Binoche (M.), Masatoshi Nagase und Takanori Iwata suchen eine geheimnisvolle Pflanze. Foto: Haut et Court

In „Die Blüte des Einklangs“ kombiniert sie die visuelle Kraft ihrer Bilder mit dem Dauerthema der verlorenen Familie und inszeniert mit Juliette Binoche erstmals eine internationale Schauspielerin als Hauptdarstellerin.

Binoche sucht als Französin Jeanne in den Bergen von Nara nach einer „Vision“ (so der Originaltitel) genannten Pflanze, die nur alle 997 Jahre einmal blüht und der Legende nach Menschen von Sorgen und Ängsten befreiet. Mit ihrer Übersetzerin trifft sie in den Wäldern auf den Einsiedler Tomo (Masatoshi Nagase) und die blinde Aki (Mari Natsuki). Steht ein Jahrtausendereignis bevor?

Zwei Drittel des Films schwelgen in so nie gesehenen Aufnahmen von Natur und Bäumen, die für Empfängliche tatsächlich innere Kräfte freisetzen können. Die letzte halbe Stunde allerdings unterläuft die grandiosen spirituellen Momente mit Jeannes Familiengeschichte, die zerredet wird. Schade.

Bewertung: 3 von 5 Punkten  

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