Wie gut ist deine Beziehung?
Am Abend in die Rollschuh-Disco

Die deutsche Beziehungskomödie kreist im Moment im Kino zwischen brachialen und nur scheinbar romantischen Komödien Marke Schweiger, Schweighöfer und Fitz, deren ordinäre Ausfälle massenkompatibel sind, aber thematisch wenig zu bieten haben. 

Donnerstag, 28.02.2019, 15:36 Uhr aktualisiert: 28.02.2019, 15:57 Uhr
Ratschlag bei der Gemüsesuche im Supermarkt: Steve (Friedrich Mücke) verbessert sein Verhältnis zu Freundin Carola (Julia Koschitz).
Ratschlag bei der Gemüsesuche im Supermarkt: Steve (Friedrich Mücke) verbessert sein Verhältnis zu Freundin Carola (Julia Koschitz). Foto: XVerleih

Auf der anderen Seite stehen Produktionen mit solidem und visuell ergiebigerem Unterhaltungswert, die sich wie „SMS für dich“ , „Der Vorname“ oder „Wir sind die Neuen“ durch besseres Timing, Wortwitz und vor allem bessere Darsteller auszeichnen.

Zu ihnen gehört mit kleineren Abstrichen „Wie gut ist deine Beziehung?“ von Ralf Westhoff, der acht Jahre nach „Shoppen“ und vier Jahre nach „Wir sind die Neuen“ zeigt, dass er kein den normalem Lachmüll inszenierender Regisseur ist, sondern die Qualitäten Timing, Dialoge und Schauspielführung beherrscht.

Dabei hat er es bei dem Film, der sein Thema im Titel führt, nicht leicht. Da ist also Mittdreißiger und Programmierer Steve ( Friedrich Mücke ), eine Art Mr. Grey für Normalos, der gerade seine Start-Up-Firma in den Sand gesetzt hat. Seit fünf Jahren lebt er mit Carola ( Julia Koschitz ) und „bildet mit ihr „ein eingespieltes Team“. Auftakt zur Krise: Freund Bob (Bastian Reber) wird von der Freundin verlassen, die sich dem spirituellen Trip mit Yoga-Guru Harald (Michael Winterborn) zuwendet. Zeit für Steve, sich im Heim, im Supermarkt und bei Selbsthilfekursen mit Yoga, Tantra und Hände-in-die Luft-Kursen neu auszurichten. Die Selbstoptimierung bringt unerwartet positive Ergebnisse. Aber jetzt geht auch Carola an die Verbesserungsfront, was auffälliges Misstrauen erzeugt ...

Das kommt mit leichter Hand daher, verzichtet auf Klamauk und Albernheiten und ist so luftig, wie eine Komödie nur sein kann. Ein Ausgehabend in der Rollschuh-Disco etwa endet nicht mit erwartetem Slapstick, sondern „total normal“. Die Chemie zwischen Koschitz in Lauerstimmung und Mücke in Erwartungshaltung stimmt. Mücke hat damit nach „Ballon“ den zweiten Treffer in kurzer Zeit. Charmant und sympathisch.  

Die Filmstarts der Woche (ab dem 28. Februar)

1/7
  • Asche ist reines Weiß: Romanze/Drama mit Zhao Tao, Liao Fan, Xu Zheng (135 Minuten)

    Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    Foto: Xstream Pictures
  • Hard Powder: Actionkrimi mit Tom Bateman und Liam Neeson (119 Minuten)

    Bewertung: 2 von 5 Sternen

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    Foto: -/Studiocanal GmbH/dpa
  • Ostwind 4 - Aris Ankunft: Familien/Abenteuerfilm mit Luna Paiano, Hanna Binke, Amber Bongard (102 Minuten)

    Bewertung: 2 von 5 Sternen

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    Foto: Constantin
  • Escape Room: Thriller mit Taylor Russell McKenzie, Logan Miller, Deborah Ann Woll (99 Minuten)

    Bewertung: 2 von 5 Sternen

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    Foto: Sony Pictures
  • The Hate U Give: Drama mit Amandla Stenberg, Regina Hall, Russell Hornsby (131 Minuten)

    Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    Foto: Fox 2000 Pictures
  • Wie gut ist deine Beziehung?: Komödie mit Julia Koschitz, Friedrich Mücke, Bastian Reiber (112 Minuten)

    Bewertung: 3 von 5 Sternen

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    Foto: XVerleih
  • Ein königlicher Tausch: Historien-Drama mit Lambert Wilson, Anamaria Vartolomei, Olivier Gourmet (104 Minuten)

    Bewertung: 3 von 5 Sternen

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    Foto: High Sea Productions et Scope Pictur
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