Kino-Kritik
„Lloranas Fluch“: Gruselroutine

Das filmische Universum, das seit nun sechs Jahren rund um den Horror-Hit „The Conjuring“ gestrickt wird, wuchert immer weiter. Fast glaubt man schon, hier werde an einer Marvel-Welt der Schreckeffekte gebastelt. Dabei hat nach bislang zwei „Conjuring“-Filmen und zwei Teilen um die Mörderpuppe „Annabelle“ der schwache Ableger „The Nun“ letztes Jahr gezeigt, dass auch der wirkungsvollste Spuk nicht endlos reproduzierbar ist. Trotzdem sind diverse weitere Teile in der Mache.

Donnerstag, 18.04.2019, 15:46 Uhr
„Die weinende Frau“ spukt wieder herum.
„Die weinende Frau“ spukt wieder herum. Foto: Warner

Nun geht’s erst mal (lose mit „Annabelle“ verbunden) um eine mexikanische Sagengestalt: „La Llorona“, die „weinende Frau“, hat im 18. Jahrhundert ihre Kinder ertränkt und spukt seither trauernd den Kindern anderer Frauen hinterher. Ihrem Fluch geht im Film, angesiedelt in den 1970er-Jahren, ausgerechnet Jugendamtsmitarbeiterin Anna (Linda Cardellini) in die Falle, die die Kinder anderer Llorona-Verfolgter erst irrtümlich für Missbrauchsopfer hält. Bald wird sie, selbst Mutter, eines Gruseligeren belehrt. Anfänglich hält Regiedebütant Michael Chaves gut die Waage zwischen Tragik und dräuendem Unheil, dann aber rutscht er ab ins übliche Feld der berechenbaren Erschreckmomente. Kann man auch als Gruselfreund getrost auslassen.

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