Kino-Kritik
„Ayka“: Alltag in Moskau

Ähnlich wie Nadine Labakis großartiges Fresko „Capernaum“, das noch in Münster läuft, führt das Drama „Ayka“ in eine Welt, die wie Gestalt gewordener Schrecken wirkt. Die junge Kirgisin Ayka (Samal Yeslyamova), die in Moskau unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeitet, verliert den Job und flieht nach der Geburt ihres Kindes, das sie nicht ernähren kann, aus der Klinik. Ayka versucht buchstäblich alles, um ihre Schulden zu begleichen, und überschreitet etliche Grenzen und Abgründe.

Donnerstag, 18.04.2019, 15:46 Uhr
Bald mehr als nur Putze: Samal Yeslyamova als Ayka
Bald mehr als nur Putze: Samal Yeslyamova als Ayka Foto: dpa

Regisseur Sergey Dvortsevoy fängt den alltäglichen Horror nicht nur von Wirtschftsmigranten in beinahe dokumentarischen Bildern ein, deren Gnadenlosigkeit durch den Schneesturm in der Stadt verstärkt werden. Hammerhartes Kino, ausgezeichnet als Bester Film in Cottbus und mit dem Darstellerpreis für Yeslyamova in Cannes. Sehenswert.

 

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