„Der Klavierspieler vom Gare du Nord“
Entspannt erzähltes Drama

Die Liebesszene zwischen Mathieu (Jules Benchetrit) und seiner Freundin (Karidja Touré) findet nachts vor der damals noch nicht in Flammen stehenden Kathedrale von Notre Dame statt. 

Freitag, 21.06.2019, 14:52 Uhr aktualisiert: 21.06.2019, 15:38 Uhr
Mathieu (Jules Benchetrit) lässt sich vom Tubel im Bahnhof nicht beirren und spielt Bach.
Mathieu (Jules Benchetrit) lässt sich vom Tubel im Bahnhof nicht beirren und spielt Bach. Foto: Filmstarts.de /Thierry Valletoux

Das ist nicht das einzige Klischee des ansonsten angenehm entspannt erzählten Dramas um den 20-jährigen Mathieu, der als „Klavierspieler vom Gare du Nord“ die Aufmerksamkeit von Konservatoriumsleiter Pierre Geithner ( Lambert Wilson ) erregt, es vom öffentlichen Pianospiel auf dem Bahnhof zum Studium bei Geithner schafft und erfolgreicher Musiker wird.

So entkommt man desolaten Verhältnissen des sozialen Brennpunkts in der Vorstadt. Selbst Kristin Scott Thomas als „Gräfin“ genannte strenge Lehrerin, deren Schüler mit Tränen den Saal verlassen, ist anfangs Karikatur, später differenzierter als Frau mit kaputter Ehe.

Was das Drama von Ludovic Bernard („Die Pariserin“) aus der Fülle ähnlicher Filme um die Kraft der Musik heraushebt, ist die Musik von Bach, Chopin, Liszt, Rachmaninow und den Pixies, die nicht nur Emotionen steuert, sondern handlungstragend wirkt, vom furiosen Anfang bis zum Klavierwettbewerb für Nachwuchsmusiker. Solides aus Paris.

Bewertung

„Der Klavierspieler vom Gare du Nord“: Drama mit Jules Benchetrit, Lambert Wilson und Kristin Scott Thomas (106 Minuten)

Bewertung: 3 von 5 Sternen

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