„Der unverhoffte Charme des Geldes“
Sympathische Krimikomödie

Regisseur und Autor Denys Arcand ist in den 80er und 90er Jahren als kanadischer Woody Allen gefeiert worden, weil Filme wie „Liebe und andere Grausamkeiten“ und „Die Invasion der Barbaren“ mit Dialogen arbeiteten, die Plattitüden hinter geistreichem Geschwätz verdeckten. 

Donnerstag, 01.08.2019, 16:08 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 17:07 Uhr
Pierre Paul (Alexandre Landry) verliebt sich in das Luxus-Callgirl Camille (Maripier Morin).
Pierre Paul (Alexandre Landry) verliebt sich in das Luxus-Callgirl Camille (Maripier Morin). Foto: Cinémaginaire

„Der unverhoffte Charme des Geldes“ (O-Titel: „Der Fall des amerikanischen Imperiums“) spielt auf Arcands erfolgreichsten Film „Der Untergang des amerikanischen Imperiums“ (1986) an.

Der Paketfahrer und examinierte Philosoph Pierre Paul (Alexandre Landry) verkörpert den Typ des intellektuellen Tagediebes und hält sich für zu intelligent, um erfolgreich zu sein. Als er Zeuge eines Überfalls wird, fallen ihm Sporttaschen mit Banknoten in die Hände, auf die es Polizei und Gangster abgesehen haben.

Pierre Paul will Gutes tun, findet als Partner den kriminellen Buchhalter Sylvain (Rémy Girard) und Luxus-Callgirl Camille (Maripier Morin), in die er sich verliebt. Das ist veraltete Männerfantasie, aber die Kapitalismuskritik – Geldwäsche und Offshore-Accounts – macht die Krimikomödie trotz in diesem Genre ungewöhnlicher Brutalität recht sympathisch. 

Bewertung

Der unverhoffte Charme des Geldes: Krimikomödie mit Alexandre Landry, Maripier Morin, Rémy Girard (123 Minuten).

Bewertung: 3 von 5 Sternen.

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