„I am Mother“
Philosophische Grusel-Science-Fiction

Der Schauplatz ist klaustrophobisch: In den technoid-sterilen Räumlichkeiten eines Labors wächst ein Mädchen heran. Ernährt, erzogen und gebildet wurde es von Geburt an von einem Roboterwesen, das im Original mit der verdächtig freundlichen Stimme von Rose Byrne („Spy“) spricht. Der Roboter nennt sich „Mutter“, das zum Teenager herangereifte Mädchen heißt bloß „Tochter“.

Donnerstag, 22.08.2019, 19:06 Uhr aktualisiert: 22.08.2019, 19:51 Uhr
„Mutter“ entdeckt, dass die leibliche Mutter (Hilary Swank) seines Ziehkindes in seine hermetische Welt eindrungen ist.
„Mutter“ entdeckt, dass die leibliche Mutter (Hilary Swank) seines Ziehkindes in seine hermetische Welt eindrungen ist. Foto: Concorde

Die Welt ist, behauptet „Mutter“, vor der Geburt der „Tochter“ apokalyptisch untergegangen. Ihnen beiden obliege es, den Neubeginn der Menschheit in die Wege zu leiten. Dann aber dringt plötzlich eine fremde, verletzte und obendrein bewaffnete Frau ( Hilary Swank , „Million Dollar Baby“) in diese hermetische Welt ein. Sie erzählt Dinge über die Außenwelt, die den Berichten der zunehmend autoritär wirkenden „Mutter“ stark widersprechen. Wem von beiden kann die „Tochter“ denn nun trauen?

Genau aufpassenden Zuschauern gibt der australische Spielfilmdebütant Grant Sputore gleich zu Beginn einen entscheidenden Hinweis auf das, was sich gegen Ende schockartig enthüllen wird, doch auch davon abgesehen hält er bis zum mehrdeutigen (und durchaus abgründigen) Finale noch einige wirklich verblüffende Wendungen parat. „I Am Mother“ dürfte deshalb besonders Fans post-humanistisch angehauchter Science Fiction wie „Ex Machina“ oder der Netflix-Serie „Black Mirror“ gut gefallen, obschon viele der in den knapp zwei Stunden angeschnittenen philosophischen Ideen und ethischen Überlegungen ein größeres Potenzial vorgaukeln, als der Film letztlich einlösen kann.

Was bleibt, ist ein teils beklemmendes Kammerspiel für Roboter und zwei Frauen, in dem besonders die junge dänische Sängerin (und Leinwand-Newcomerin) Clara Rugaard als „Tochter“ begeistert.  

Bewertung

"I am Mother": Beklemmendes Kammerspiel

Bewertung: 3 von 5 Sternen

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