Filme der Woche
"Der Honiggarten": Schläfriges Melodram

Eine Literaturverfilmung der gediegenen Art: Ärztin Jean (Anna Paquin, „True Blood“) zieht 1952 in ihr schottisches Heimatdorf zurück, um dort die Praxis ihres Vaters zu übernehmen. Als sie sich um Knirps Charlie kümmert, lernt sie dessen alleinerziehende Mutter Lydia (Holliday Grainger, „Meine Cousine Rachel“) kennen. 

Donnerstag, 05.09.2019, 13:54 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 14:58 Uhr
Noch arbeitet Lydia (Holliday Grainger) in der Fabrik.
Noch arbeitet Lydia (Holliday Grainger) in der Fabrik. Foto: dpa

 Als Lydia ihren Fabrikjob verliert, darf sie mit Charlie bei Jean einziehen. Dass sich zwischen den beiden Frauen eine Liebesbeziehung entwickelt, bleibt auch den missgünstigen Dorfbewohnern und Lydias üblem Ex nicht verborgen. Regisseurin Annabel Jankel (die seit „Super Mario Bros.“ vor 26 Jahren keinen Kinofilm mehr inszenierte) setzt Fiona Shaws Romanvorlage gewissenhaft um und kann sich auf zwei starke Darstellerinnen verlassen – allerdings kommt jede Plotwendung mit ermüdendem Anlauf.

Das Melodram verläuft auf Fernsehschnulzenniveau und hält Themen wie homosexuelle Elternschaft, die auch heute noch manch konservatives Gemüt erhitzen, auf historische Distanz. Wenn auf der Zielgeraden die im Titel angedeuteten Bienen plötzlich eine entscheidende (fast absurde) Rolle spielen, schrickt man verwirrt aus dem Halbschlaf.

Bewertung

"Der Honiggarten": Melodram auf Fernsehschnulzenniveau, 108 Minuten, 2 von 5 Sternen. 

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