„Das zweite Leben des Monsieur Alain“
Bemüht lustige Selbstfindung

Lustig wollen fast alle Komödien aus Frankreich sein, die im Gefolge von „Monsieur Claude...“, „Ziemlich beste Freunde“ und „Willkommen bei den Sch‘tis“ ihre Zuschauer mit Wohlfühlaroma bestäuben. Doch im Gegensatz zu den genannten gelungenen Filmen schwimmen im Meer der Lustigkeit auch reichlich abgehangene Produktionen mit, die allenfalls das Prädikat lau und lahm verdienen.

Donnerstag, 12.09.2019, 14:02 Uhr aktualisiert: 12.09.2019, 15:02 Uhr
Schon wieder Sodbrennen. Für Ex-Manager und Workaholic Monsieur Alain (Fabrice Luchini) sieht‘s erst mal trübe aus.
Schon wieder Sodbrennen. Für Ex-Manager und Workaholic Monsieur Alain (Fabrice Luchini) sieht‘s erst mal trübe aus. Foto: Sony

In diese Gruppe müder Belanglosigkeiten reiht sich trotz recht guter Schauspielleistungen auch „Das zweite Leben von Monsieur Alain“ des Regisseurs Hervé Mimran ein, dessen vorherige Kinofilme „Alles was glänzt“, „Nous York“ und „Comme des frères“ bei uns allesamt keinen Verleih fanden. In „... Monsieur Alain“ erzählt er vom Workaholic Alain ( Fabrice Luchini ), der nach einem Schlaganfall versucht, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Vorher aber muss er mit der hübschen Logopädin Jeannette (Leila Bekhti, in allen Filmen von Mimran dabei) wieder sprechen lernen und sein Gedächtnis trainieren.

Das sind die besten Momente eines Films, der sich dann auf dem Jakobsweg und den Menschen, denen Alain dort begegnet, in unverbindlichen Nettigkeiten und Schmalz für die Seele verliert.

Der Weg dort ist seit „Pilgern auf französisch“ reichlich abgegrast, „Ich bin dann mal weg“ haben auch bei uns viele Wellness-Pilger gesagt und sich doch nicht gefunden. Ebenso abgetreten sind die Schuhe von Luchini („Das Schmuckstück“), der, ohne deren Qualitäten zu erreichen, die Komiker Louis de Funès („Der Gendarm von Saint-Tropez“) und Christian Clavier („Monsieur Claude...“) imitiert. Die waren Ekelpakete mit Aussicht, er nicht. Überflüssig.

Bewertung

„Das zweite Leben des Monsieur Alain“: Komödie mit Fabrice Luchini, Leïla Bekhti und Rebecca Marder (100 Minuten)

Bewertung: 2 von 5 Sternen 

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