„Das Wunder im Meer von Sargasso“
Harter Stoff aus Griechenland

Harter Stoff aus Griechenland. Zwei Frauen sind in Messolongi gestrandet, einem Städtchen am Golf von Patras: Polizistin Elisabeth wurde zehn Jahre zuvor dorthin zwangsversetzt, jetzt ist sie korrupt und verbittert, immer wütend und kein netter Mensch. Rita, Arbeiterin in einer Fischfabrik, wird von ihrem Bruder Manolis kleingehalten, einem Schlagersänger. Beide wollen weg – wie die lokalen Aale, die es auf ihren Reisen bis in die Sargassosee verschlägt.

Donnerstag, 12.09.2019, 14:06 Uhr aktualisiert: 12.09.2019, 15:12 Uhr
Polizistin Elisabeth (Angeliki Papoulia) ist ein verbitterter Mensch.
Polizistin Elisabeth (Angeliki Papoulia) ist ein verbitterter Mensch. Foto: Realfiction

Als Manolis tot an einem Baum hängt und Elisabeth ermittelt, kommt sie Rita immer näher. Die beiden vom Patriarchat gegängelten Frauen, konsequent abweisend gespielt von Angeliki Papoulia (die mit Regisseur Szyllas Tzoumerkas bereits „A Blast“ drehte) und Co-Autorin Youla Boudali , stehen im Zentrum dieser rauen Mixtur aus Thriller und Sozialdrama, angesiedelt in einem Griechenland, das nach der Krise um Orientierung ringt.

Unter der mediterranen Sonne wirkt das zugemüllte Städtchen surreal, dazu passen auch diverse David-Lynch-artige Traumsequenzen. Leider ächzt der Film schwer unter allzu viel biblischer Symbolik – und auch darunter, dass mangels Sympathiefiguren kein wirklicher Zugang in diese nihilistisch-desillusionierte Welt gelegt wird. 

Bewertung

„Das Wunder im Meer von Sargasso“: Thriller mit Angeliki Papoulia, Boudali Youla und Hristos Passalis (120 Minuten)

Bewertung: 2 von 5 Sternen

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